Urteil gegen 22-Jährige rechtskräftig

Mitarbeiterin geschlagen und gekratzt

Oldenburg - OLDENBURG / DELMENHORST (wz) · Weil sie eine Mitarbeiterin der ARGE (Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitsuchende) in Delmenhorst aufs Übelste beleidigt und verprügelt hat, ist eine 22 Jahre alte, gebürtig aus Polen stammende Frau aus Delmenhorst zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten (ausgesetzt zur Bewährung) verurteilt worden.

Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Delmenhorst wurde am Freitag vor dem Oldenburger Landgericht rechtskräftig.

Am 29. September vergangenen Jahres hatte die Frau zusammen mit ihrem zweieinhalb Jahre alten Kind und ihrer 18 Jahre alten Schwester das Dienstgebäude aufgesucht: Weil sie sich mehr Geld von der ARGE erhoffte, wollte sie ihre Sachbearbeiterin zur Rede stellen. Zuvor war sie aber von einer anderen Mitarbeiterin angesprochen und darauf hingewiesen worden, dass man einen Termin bräuchte, wolle man seine Sachbearbeiterin sprechen. Ihren Hinweis sollte die Frau büßen. Den Feststellungen zufolge wurde sie von der Angeklagten nun aufs Übelste beleidigt. Damit nicht genug: Mit dem Kinderwagen, in dem ihr Kind saß, fuhr die 22-Jährige in die Beine der Mitarbeiterin, um sie anschließend zusammen mit ihrer Schwester an die Wand zu drücken und zu schlagen und zu kratzen.

Im Prozess vor dem Delmenhorster Gericht hatte die 22-Jährige die Beleidigungen eingeräumt, die Körperverletzungen aber nicht. Vielmehr sei sie von der Mitarbeiterin angegriffen und geschlagen worden, behauptete sie. Die Richter glaubten der einschlägig vorbestraften Frau nicht. Sie müsse lernen, sich an die Regeln zu halten und ihr „bemerkenswertes Anspruchsdenken“ ablegen, so die Delmenhorster Richter. Andernfalls werde man über ihre Rolle als Mutter nachdenken.

Gegen das Delmenhorster Urteil hatte die Angeklagte Berufung eingelegt. Gestern jedoch zog sie diese wieder zurück. Grund dafür war, dass ein weiteres Verfahren auf die Frau wartet: Sie soll einem jungen Mann ein Messer ins Gesäß gestoßen haben.

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