Freiwilligenagentur Wildeshausen beendet Probephase überaus erfolgreich

„mischMit“ vermittelt 21 Ehrenamtliche

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Zeigen sich überaus zufrieden mit den ersten neun Monaten: Dieter Brüggmann, Hermann Lessel, Angelika von Döllen (Sekretariat) und Berater Thorben Kienert (von links). Die Arbeit soll nach gleichem Muster fortgesetzt werden.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Zweifelsohne ist in der Kreisstadt das ehrenamtliche Engagement schon sehr groß. Um das Ganze aber noch zu forcieren, hat sich in Wildeshausen der Verein „mischMit Freiwilligenagentur“ gegründet, der jetzt seine Probephase erfolgreich beenden konnte.

„Wir sind froh, dass wir nach einem Dreivierteljahr schon so weit sind. Mehrfach ist uns bestätigt worden, dass wir uns mit unserer Arbeit exakt auf dem richtigen Weg befinden“, sagen der Vorsitzende Hermann Lessel und Pressesprecher Dieter Brügg- mann. Es bestehe kein Zweifel daran, dass die Agentur auch in Zukunft Bestand haben werde, um in der Wittekindstadt das Ehrenamt zu koordinieren.

So konnten während der Probephase nicht nur das Büro an der Delmenhorster Straße organisiert und verschiedene Formulare für die Vermittlungsarbeit entworfen werden, sondern es konnten sogar von 27 Interessierten bereits 21 in eine ehrenamtliche Tätigkeit vermittelt werden. „Ich meine, dass das eine sehr stolze Zahl ist. Lediglich einer der Ehrenamtlichen hat nach kurzer Zeit wieder aufgegeben, weil die Tätigkeit absolut nicht seinen Wünschen entsprach“, betont Brüggmann. Dieser Interessent befinde sich jedoch nach wie vor im Pool der Agentur: „Insgesamt haben wir derzeit zehn Bewerber im Pool, die wir noch nicht vermitteln konnten, weil bislang nichts Passendes zu finden gewesen ist.“

Interessant ist die Altersspanne derer, die sich für das Ehrenamt zur Verfügung stellen. „Während wir einen Studenten haben, der im Mehrgenerationenhaus PC-Kurse leitet, haben wir auf der anderen Seite auch schon einen Senioren vermittelt, der mit fast 90 Jahren an den Schulen Plattdeutsch-AGs anbietet“, erzählt Lessel. Ansonsten seien es oft Senioren, die sich als Interessenten melden: „Und genau das möchten wir ändern, wir wollen noch mehr junge Menschen ansprechen.“

Ziel des Vereins ist es daher nun, die Arbeit von „mischMit“ noch bekannter zu machen. „Sehr viele Menschen wissen noch gar nicht, dass es uns gibt“, sagt Lessel. Der Beweis dafür sei während des Weihnachtsmarktes erbracht worden: „Dort hatten wir an einem Tag einen Stand, um die Bürger zu informieren. Leider hatten sehr viele noch nichts von uns gehört“, erzählt Brüggmann.

Bekannter werden soll die Agentur auch durch die neue Broschüre, die jetzt aufgelegt wurde und an verschiedenen Orten ausliegt – im Kreishaus, im Mehrgenerationenhaus sowie in einigen Arztpraxen und Geschäften der Stadt.

Während der Probephase hat „mischMit“ mit zehn gemeinnützigen Einrichtungen der Kreissadt zusammengearbeitet, die insgesamt 170 Stellen für 65 verschiedene Angebote geschaffen hatten. „Diese Zahl hat sich mittlerweile auf 195 Stellen, verteilt auf 70 Angebote, erhöht. Die Tendenz ist also deutlich steigend“, betont Brüggmann.

Er ist auch verantwortlich für die Homepage des Vereins (http://www.mischmit.org), die er nun überaus ansprechend gestaltet hat. Schon auf der ersten Seite „springen“ den Betrachter die ersten drei aktuellen Angebote an, die jeweils am Donnerstag neu aufgelegt werden. „Scheinbar dadurch wird die Seite jetzt wesentlich besser angenommen. Die Zugriffsrate hat sich deutlich erhöht“, erzählt der Pressesprecher.

Wichtig sei, dass sich jetzt noch mehr Interessenten und Institutionen meldeten. Das Büro der Agentur ist von Montag bis Mittwoch (10 bis 12 Uhr) sowie am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr geöffnet. „Es ist wichtig, dass die Interessenten das Gespräch suchen, damit wir etwas Passendes für sie finden“, sagt Lessel. Nach Meinung der Vorstandsmitglieder spreche jedoch eine Zahl schon jetzt für sich: „Die 20 Vermittelten erbringen im Jahr rund 2 000 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit.“ Denn Fakt sei, dass die Gesellschaft ohne Ehrenamt nicht mehr funktioniere. Kritik übte Brüggmann jedoch an der Stadt: „Leider ist es so, dass wir null Unterstützung erfahren. Antrage auf Zuschüsse wurden immer wieder negativ beschieden.“

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