Rechtsstreit um einen Resthof in Winkelsett geht weiter

Mieter bangen um Zuhause

Winkelsett - Keine Einigung haben der Vermieter und die Mieter im Rechtsstreit um eine Immobilie in Winkelsett erzielt. Verhandelt wird die Räumungsklage wegen „Behinderung wirtschaftlicher Verwertung“, die den Bewohnern 2012 ins Haus geflattert war.

Nachdem das Amtsgericht Wildeshausen der Klage im November vergangenen Jahres stattgegeben hatte, trafen sich die streitenden Parteien im Juli zur Berufungsverhandlung vor dem Oldenburger Landgericht (wir berichteten). Das Ehepaar will den Resthof nicht verlassen. Dort wohnt es immerhin schon seit 15 Jahren. Und die Berufungsverhandlung endete dann auch mit einem versöhnlichen Händedruck zwischen Vermieter und Mietern, der damals Hoffnung auf eine Einigung machte. Bis zum 24. Oktober wollten sich die Parteien an einen Tisch gesetzt und eine außergerichtliche Lösung gefunden haben.

Dieses Vorhaben ist nun gescheitert, wie die Mieter mitteilen. Davon soll der Vermieter das Gericht bereits am 14. Oktober in Kenntnis gesetzt haben. Die Gegenpartei hat laut eigener Aussage aber erst am Donnerstag davon erfahren. Hatte der Vermieter im Juli angeboten, noch einmal darüber nachzudenken, die Immobilie an die Beklagten zu verkaufen, verlangte er jetzt 58 000 Euro dafür. Er selbst hatte Haus samt Grundstück 2009 für 19 000 Euro erworben.

Der Vermieter begründet den von ihm geforderten Preis mit für ihn in der Zwischenzeit entstandenen Kosten – die Gage für den Architekten (der Eigentümer will den Resthof komplett renovieren lassen) und den Anwalt sowie ein Ausfallbudget für entgangene Mietkosten, weil das Ehepaar einen geminderten Betrag aufgrund des schlechten Zustands des Hauses zahlt.

Die Mieter waren zuletzt sogar bereit, statt der zunächst gebotenen 30 000 Euro die geforderten 58 000 Euro zu bezahlen. Doch auch dieses Angebot lehnte der Kläger gestern überraschenderweise ab.

Am Donnerstag, 31. Oktober, will das Oldenburger Landgericht das Urteil verkünden. Die Frist wurde um eine Woche verschoben. Vermutlich geht die Klage dann an die erste Instanz zurück – das Amtsgericht Wildeshausen. · abü

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