Fanfarenzug wird 40 Jahre alt / Großes Musikfest mir neun Vereinen am 15. Mai

Meyers „Lebenswerk“ feiert 60. Geburtstag

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Wer den Wildeshauser Spielmannszug sieht, der hat auch sogleich eine Person vor Augen – Carl-Heinz Meyer, Urvater und Gründer des Musikzuges. Das war im Jahr 1950 – und am 15. Mai feiert der Musikzug mit einem Musikfest sein 60-jähriges Bestehen. Meyer aber ist leider verstorben. Gefeiert wird an diesem Tag aber auch das 40-jährige Bestehen des Fanfarenzuges.

„Wir feiern also eigentlich 100-Jähriges“, scherzen Spielmannszug-Vorsitzender Hartmut Posenauer und Tambourmajor Jens Kuraschinski. Für das Musikfest haben neun Musikvereine ihr Kommen zugesagt.

Als nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Vereine allmählich wieder ihre Tätigkeit aufnahmen, fehlte es überall an Musikern. Die ersten sechs Spielleute unter Tambourmajor Fritz Woch wagten sich am 16. Juli 1950 in Beckstedt und am 1. August 1950 in Wildeshausen wieder an die Öffentlichkeit. Genau zu der Zeit, als in Wildeshausen der Plan reifte, einen Turnierspielmannszug zu gründen.

Seinerzeit war es Wildeshausens Stadtdirektor Theodor Cohn, der den Stadtangestellten Carl-Heinz Meyer damit beauftragte, einen solchen Musikzug ins Leben zu rufen. Eine Aufgabe, die Meyer auf den Leib geschnitten schien – immerhin war er ehemaliger Tambourmajor der Wehrmacht. Und der Wildeshauser Spielmannszug wurde sein „Lebenswerk“ – Meyer war viele Jahre bekannt für seine Exaktheit und sein schnittiges Auftreten. Und genau das hat er immer wieder an junge Tambourmajore und seine Nachfolger weitergegeben. Im Jahr 1975 übernahm Hartmut „Mücke“ Frerichs den Tambourstab, und seit 2001 führt Jens Kuraschinski den Musikzug an.

Bekleidete Meyer bis 1975 auch das Amt des ersten Vorsitzenden, so übergab der diesen Posten 1982 an Helmut Bode, dem Helmut Martens folgte. Im Jahr 2001 wählte die Jahreshauptversammlung den heutigen Vorsitzenden Hartmut Posenauer in dieses Amt.

„Der Stellenwert unseres Musikzuges ist recht hoch“, sagt Posenauer. Das Spiel sei noch besser geworden: „Das hören wir immer wieder aus der Bevölkerung.“ Ein Grund dafür sei sicherlich die Tatsache, dass sich der Spielmannszug mit seinen heute 48 Aktiven professionelle Ausbilder leiste. Außerdem sei Kuraschinski als Technischer Leiter für die Ausbildung zuständig.

20 Jahre später – 1970 – wurde der Mädchenfanfarenzug ins Leben gerufen. „Aus der Chronik des Spielmannszuges weiß Pressesprecherin Sandra Böske zu berichten, dass der Spielmannszug seinerzeit eine absolute Männerdomäne war. „Vorsitzender und Tambourmajor Meyer war strikt dagegen, die Reihen der Spielleuten mit Frauen aufzufüllen.“ Also sei der Fanfarenzug gegründet worden, da sich immer wieder Mädchen um die Aufnahme in den Verein beworben hätten. Wie auch der Spielmannszug, nahm der Fanfarenzug fortan an verschiedenen Wettstreiten erfolgreich teil – mehrere erste und zweite Preise konnten errungen werden. „18 Jahre lang bestand dieser Musikzug ausschließlich aus Mädchen, bis auch hier die Statuten geändert wurden“, sagt die Pressesprecherin.

Diesen Worten kann Posenauer nur beipflichten: „Auch der Fanfarenzug hat sich sehr gut entwickelt. Großen Anteil daran hat Dirk Böhler, der mehrere Jahre den Zug geleitet hat und für die Ausbildung zuständig war“. Es habe auch schon andere Zeiten gegeben.

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