Kindertagesstätte „Farbenfroh“ hat noch einen Platz zu vergeben

Merlin fühlt sich sehr wohl

Heilerziehungspflegerin Melanie Nordlohne (vorne), Erzieherin Eva-Maria Huschenbeth (links) und Einrichtungsleiterin Anke Räbiger (sitzend). ·
+
Kümmern sich rührend um die Kinder: Heilerziehungspflegerin Melanie Nordlohne (vorne), Erzieherin Eva-Maria Huschenbeth (links) und Einrichtungsleiterin Anke Räbiger (sitzend). ·

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Räume sind hell und alles ist barrierefrei, die Mädchen und Jungen fühlen sich sichtlich wohl. Auch der fünfjährige Merlin sagt, dass es ihm in der Heilpädagogischen Tagesstätte „Farbenfroh“ der Lebenshilfe in Wildeshausen gut gefällt.

Er fühle sich sehr wohl. Für ihn und für die anderen Kinder aber ist es einfach nur ihr Kindergarten. Gestern wurde das 20. Kind begrüßt. Obwohl die große Einweihungsfeier mit vielen geladenen Gästen und Führungen noch aussteht, nutzten die Leiterin der Einrichtung, Anke Räbiger, und Christine Mengkowski, bei der Lebenshilfe verantwortlich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gestern die Chance, die neuen Räumlichkeiten zu präsentieren.

„Wir haben drei Gruppen, in denen jeweils sieben Kinder von drei bis sechs Jahren betreut werden. Allerdings ist noch ein Platz frei“, erzählt die Leiterin. Hinzu käme die Frühförderstelle für Mädchen und Jungen von null bis sechs Jahren: „Überwiegend werden jedoch die Familien zu Hause besucht, da die Eltern mit in die Therapie einbezogen werden“, erzählt Diplom-Pädagogin Heike Behrends, Leiterin der Frühförderstelle. „Allerdings kommen die Kinder auch hierher, dann arbeiten wir mit ihnen allein. Außerdem werden hier Eltern von Kindern mit klassischer Behinderung, Entwicklungsverzögerung oder anderen Auffälligkeiten beraten.“ Der Bedarf der Frühförderung werde vom Amtsarzt festgelegt.

Zu Gast in der Gruppe „Grashüpfer“, es gibt auch die „Schmetterlinge“ und „Marienkäfer“, wird deutlich, dass den Kleinen eine intensive Betreuung zuteil wird. In jeder Gruppe sind zwei Erzieherinnen und ein FsJler oder BuFdi tätig und kümmern sich rührend um die Mädchen und Jungen. „Das Augenmerk liegt bei uns immer darauf, die Kinder, die allesamt erhöhten Förderbedarf haben, genau kennenzulernen, um zu erfahren, wo sie gefördert werden müssen. Hierfür stehen auch die Therapieräume den Therapeuten zur Verfügung“, erzählt Anke Räbiger. Zwei der Kinder würden täglich zusätzlich von je einer Krankenschwester betreut: „Das ist unerlässlich, da sie aufgrund ihrer Behinderung darauf angewiesen sind.“

Selbst auf dem Flur wird deutlich, dass die Barrierefreiheit von großer Wichtigkeit ist. Mehrere Kinder sitzen im Rollstuhl, sind gehbehindert oder verfügen über andere Hilfsmittel. „Schießlich sollen sie sich alle allein frei bewegen können“, sagt die Leiterin.

Mit Baustart im November 2011, wurde die Kindertagesstätte exakt zum vorgesehenen Termin fertig, investiert wurden 1,9 Millionen Euro. Lediglich der großzügige Außenbereich mit auf die Mädchen und Jungen abgestimmten Spielgeräten bekommt derzeit noch seinen „Feinschliff“, diese Arbeiten sollen spätestens in drei Wochen beendet sein.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Karpfen werden umgesiedelt

Karpfen werden umgesiedelt

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Meistgelesene Artikel

Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt

Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt

Wildeshauser HGV-Vorstand nur noch kommissarisch im Amt
Ein Polizeigebäude ist schon verkauft

Ein Polizeigebäude ist schon verkauft

Ein Polizeigebäude ist schon verkauft
Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt

Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt

Zensus 2022: 19.000 Personen werden befragt
Sorgenvoller Blick in die Zukunft

Sorgenvoller Blick in die Zukunft

Sorgenvoller Blick in die Zukunft

Kommentare