Ausschuss empfiehlt Erhöhung, aber Maßnahme steht unter dem Finanzierungsvorbehalt

Mehr Geld fürs Krandel-Stadion ?

Schon im Sommer hatte sich die CDU im Krandel-Stadion von Wolfgang Sasse (2. von rechts) informieren lassen.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Einige Bauchschmerzen verspürten die Mitglieder des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses am Donnerstagabend, als es darum ging, dem VfL Wittekind Wildeshausen deutlich mehr Geld für die Unterhaltung des Krandel-Stadions zu überweisen. Allerdings konnte der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Sasse, deutlich machen, dass der Aufwand für den Verein enorm ist.

Konkret ging es um mehrere Änderungsbegehren zum bereits bestehenden Vertrag. Die Zaunanlage sollte in Zukunft nicht mehr Gegenstand des Pachtvertrages sein, die Einnahmen aus der Unterverpachtung sollten zu 100 Prozent dem VfL zur Verfügung gestellt werden und der jährliche Zuschuss sollte stufenweise bis zum Jahr 2014 auf letztendlich 80 000 Euro angehoben werden.

„Diese Erhöhung möchte ich begründet haben“, erklärte Ausschussvorsitzender Lars Kosten (FDP) gleich zu Beginn der Debatte. Um eine Antwort war Wolfgang Sasse jedoch nicht verlegen. Zum einen würde von dem Geld der Platzwart bezahlt, zum anderen halte der VfL die Anlage in einem Top-Zustand. „Hier spielen 30 Mannschaften Fußball, die Leichtathleten des SC Wildeshausen können im Stadion trainieren, jeder Sportler darf die Laufbahn benutzen, und die Schulen werden dort ihre Bundesjugendspiele abhalten.“ Der Verein benötige einen finanziellen Rahmen, um seine Verbindlichkeiten aus der Vergangenheit abzubauen. Konkrete Angaben, wohin die Mittel fließen, seien nicht ohne weiteres möglich. „Wir tätigen laufend Ersatzbeschaffungen, aber ich kann nicht sagen, wann ein Rasenmäher kaputt geht oder wann wir die Bewässerungsanlagen reparieren müssen“, so Sasse. Er verwies zudem darauf, dass jede Abteilung des Vereins 15 Prozent der Mitgliedsbeiträge für die Unterhaltung des Stadions abgebe. „Das ist eine besonders tolle Leistung.“

Die Politiker lobten fast ausnahmslos den Zustand der Anlage. Lediglich Hermann Hitz (UWG) monierte, dass die Sportstätte früher gepflegter gewesen sei. Er regte an, die Pflege des Stadions nicht zu privatisieren, sondern einen Nutzungsvertrag abzuschließen. Auf Anregung von Karin von Elbwart (CDU) empfahl der Ausschuss mehrheitlich, erst im Jahr 2011 eine Erhöhung des Zuschusses um 8 000 Euro auf dann 70 000 Euro vorzunehmen. Im Jahr 2012 würden dann noch einmal 5 000 Euro zusätzlich bezahlt. Ebenso deutlich war die Mehrheit dafür, die Betreuung der Zaunanlagen aus dem Pachtvertrag herauszunehmen. Etwaige Kosten müsste die Stadt tragen. Der gesamte Vertrag und die am Donnerstag empfohlenen finanziellen Zusagen stehen allerdings unter dem Finanzierungsvorbehalt, da nicht klar ist, wie der Haushalt der Stadt in diesem Jahr aussehen wird. Eine Alternative zu den Zusagen, so betonte Sasse mit Nachdruck, könnte es nicht geben.

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