Mindestgrenze der Investitionsförderung herabgesetzt

Mehr Chefs mit Chancen

Landkreis - (ck) · Als gar nicht so „bagatellhaft“ erwies sich bisher die Bagatellgrenze von wenigstens 25 000 Euro an Investitionskosten für Unternehmen im Landkreis Oldenburg.

Diese Summe an förderfähigen Ausgaben mussten Firmenchefs mindestens nachweisen, um Gelder aus dem kreiseigenen Investitionszuschussprogramm zu bekommen. Denn Fahrzeuge, Grundstücke und Wohnungen fielen zum Beispiel nicht in den Bereich der förderfähigen Anschaffungen. Gestern Nachmittag nun sahen die Mitglieder des Struktur- und Wirtschaftsausschusses ein, jene Bagatellgrenze von 25 000 Euro auf 10 000 Euro herabzusetzen.

Für diesen Schritt hatten sich bereits die Aufsichtsratsmitglieder der „Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Oldenburg“ (WLO) ausgesprochen. Dies soll auch den Inhabern kleinerer Firmen mit mindestens einem neuen Arbeitsplatz Chancen auf Hilfen ermöglichen – vor allem Existenzgründern, die bekanntlich oft „bescheiden“ anfangen müssen. Bei ihnen beläuft sich die Förderung auf 15 Prozent, bei mittleren Betrieben auf 7,5 Prozent, maximal jedoch 5 000 Euro für jede neue Festanstellung.

Kämmerer Carsten Harings bezeichnete das Ziel dieses Zuschussmodells, „Ansiedlungen, Umsiedlungen und Erweiterungen zu unterstützen“. Zudem sah er das Programm als „Kern“ des Gesamtpakets „ALOHA 30 000“, mit dessen Anreizen der Landkreis 30 000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schaffen will. „Aber es zeigte sich, dass gerade Existenzgründer diese Mindest-Investitionssumme noch nicht erreichen und wir somit keine Möglichkeiten hatten, ihnen zu helfen.“ Durch die Herabstufung prophezeite Harings zwar deutlich mehr Anträge und einen höheren Verwaltungsaufwand, „aber den nehmen wir gern in Kauf“.

Das sah Heiko Aschenbeck (SPD) genauso: „Es ist wichtig, gerade den Gründern zu helfen, denn sie haben es am Anfang ihrer Selbstständigkeit besonders schwer, an Darlehen zu kommen.“

Otto Sackmann (UWG) bezeichnete die Reduzierung dieser Hürde ebenso als „logisch“, fragte jedoch, ob das Volumen des Fördertopfs für weitere Antragsteller ausreiche. WLO-Geschäftsführer Hans-Werner Aschoff konnte ihn beruhigen: „Wer mit einer Investition von 10 000 Euro startet, bekommt ja nur 1 500 Euro dazu – aber das hilft oft schon viel weiter.“

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