18 Ferienspaßkinder angeln am Burggraben / Am häufigsten gefangener Fisch war das Rotauge

„Man isst, was man fängt“

In Geduld mussten sich gestern die Ferienspaßkinder beim Angeln üben.

Harpstedt - (jp) · Mit den ersten Sonnenstrahlen aufstehen, während andere noch schlafen, an einem Gewässer verharren und dann – mit einer unergründlichen Geduld – warten und hoffen: Ein jeder Angler kennt diese Augenblicke, in denen man sich fragt, ob Angeln wirklich das richtige Hobby ist. Doch alle Zweifel sind verflogen, wenn es plötzlich an der Leine zappelt. So erlebten es gestern auch 18 Ferienspaßkinder, als sie in den frühen Morgenstunden am Burggraben ihre Ruten auswarfen.

Die Größe des Fangs war dabei für die Jüngsten nebensächlich: Der am häufigsten gefangene Fisch war das Rotauge, das durchschnittlich etwa 13 Zentimeter maß. „Wer die Fische mitnehmen will, kann das natürlich tun. Ansonsten frieren wir sie ein und nutzen sie als Köderfische – Hechte beißen sehr gut darauf“, so Uwe Timmermann vom Angelsportverein Harpstedt, der den Angelinteressierten zeigte, wie sie mit dem Material umgehen, wie Maden als Köder zum Einsatz kommen und wie schließlich der gefangene Fisch gehandhabt wird. „Heute früh haben wir den Kindern einen Film gezeigt, der die Aufmerksamkeit nicht nur auf die Fische, sondern auch auf die Vegetation und auf die Tierwelt um sie herum lenkte“, erzählte Timmermann.

Während vorbeilaufende Spaziergänger einen Blick in die Eimer mit den Maden warfen und entsetzt das Gesicht verzogen, mussten die Jungangler etwas mehr Unerschrockenheit an den Tag legen, die Köder aufspießen und die zappelnden Fische schließlich von den Haken lösen. Nicht jeder freute sich über diese Arbeitsschritte: „Ich fasse die Fische nicht an“, meinte der zehnjährige Jonathan. „Sie sind so glitschig und schleimig.“

„Eigentlich isst man, was man fängt“, erzählte Uwe Timmermann den 16 Jungen und zwei Mädchen. „Aber heute machen wir mal eine Ausnahme.“ Einige der Kinder mochten eigentlich gar keinen Fisch: „Sie essen Fisch, solange er das Wort ‚Stäbchen‘ im Namen hat“, meinte der Organisator schmunzelnd. „Also die Fische hier könnten wir eigentlich schon essen“, warf der achtjährige Steffen ein. „Aber da ist ja nichts dran, da hat man ja nur Gräten im Mund.“ So landeten nach dem Angeln keine Fische auf dem Grill sondern Ham burger.

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