Neuer Bahnübergang am Brettorfer Kirchweg sorgt nun für Sicherheit / Offizielle Einweihung und Sackgassenfete

„Man hatte früher immer Angst“

Nach einer Besichtigung des neuen Bahnübergangs mit der gesamten Nachbarschaft weihten Bürgermeister Heino Pauka und Anlieger Heinz Freye den Bau offiziell ein.

Doetlingen - ASCHENSTEDT (ts) · „Dieses eigentlich kleine Projekt hat nun neun Jahre gedauert, einfach irre“, sagte Bürgermeister Heino Pauka gestern während der Einweihung des neuen, technisch gesicherten Bahnübergangs am Brettorfer Kirchweg in Aschenstedt. Gemeinsam mit Anlieger Heinz Freye, der in diesem Rahmen alle Nachbarn zu einer Sackgassenfete eingeladen hatte, schnitt Pauka das obligatorische Band durch.

„Die Anwohner können ein Lied davon singen, welch einen Gefahrenpunkt der alte, ungesicherte Bahnübergang darstellt hat“, erinnerte Pauka an die vielen Unfälle. „Als Gemeinde sahen wir uns in der Pflicht, etwas für die Verkehrssicherheit zu tun.“

Der alte Bahnübergang wurde mittlerweile geschlossen. Der Verkehr wird nun über einen Ersatzweg zur neuen Querung geleitet, was dazu führt, dass ein Teil des Brettorfer Kirchwegs jetzt in einer Sackgasse mündet. „Dadurch ist es bei uns wesentlich ruhiger geworden“, freute sich Heinz Freye. Abgesehen davon, dass jetzt kaum noch Autos diesen Abschnitt passieren, entfällt durch die Beschrankung des Bahnübergangs auch das Gehupe, mit dem sich die Züge der NordWestBahn sonst angekündigt hatten. „Und weil es jetzt so ruhig ist, hat Heinz Freye gleich zu einer Feier eingeladen“, scherzte Heino Pauka. An eine Einweihung dieser Art konnte sich der Verwaltungschef gestern nicht erinnern. „Aber die große Resonanz spricht für sich.“

Gut 20 Anlieger waren gekommen, die sich glücklich zeigten, dass dieses Projekt nun endlich abgeschlossen ist. „Man hatte früher immer Angst – auch um die Lehrlinge, die über den alten Übergang mussten“, berichtete Hans-Hermann Meyer, der sich im Namen aller Anwohner bei der Gemeinde bedankte. Und die hat wahrlich keinen einfachen Weg beschritten. „Bereits 2001 hatten wir erste Abstimmungsgespräche, damals noch mit der DB-Netz Hannover, geführt“, erinnerte der Bürgermeister. Ein Jahr später folgten Gespräche mit Anliegern, die zum Teil ein wenig Land für den Ersatzweg abtreten mussten. „Das lief noch alles reibungslos“, so Pauka. Nach der Aufstellung des Planentwurfs 2005/2006 schloss die Gemeinde eine Kreuzungsvereinbarung mit der DB-Netz und dem Bund, die die Kostendrittelung beinhaltete. Etwa 240 000 Euro kostete die Gemeinde die Maßnahme. „Insgesamt betrugen die Kosten also über 700 000 Euro. Da kann man zwei bis drei Häuser von bauen“, machte Pauka die Dimensionen deutlich.

Nach der Vereinbarung habe die Gemeinde immer wieder gehofft, dass es nun losgeht. „Um einen Schritt voran zu kommen, sind wir 2009 dann in Vorleistung gegangen und haben die Kosten für die Planung und den Ersatzwegebau übernommen“, so Pauka. „Sonst wären wir jetzt noch nicht fertig.“ Nachdem im Mai diesen Jahres dann die Auftragserteilung erfolgt war, ging alles ganz schnell. Vor etwa einer Woche erfolgte die Abnahme durchs Eisenbahnbundesamt.

Mit dem Brettorfer Kirchweg ist nun der dritte Bahnübergang an Gemeindestraßen gesichert. „Drei haben wir geschlossen, und was wir mit den verbleibenden sechs machen, wissen wir noch nicht hundertprozentig“, so der Bürgermeister, der gehört habe, dass die Züge aus Bremen laut dem neuen Fahrplan zwei Minuten weniger auf der Strecke bräuchten. „Ich weiß nicht, ob das an unserem neuen Bahnübergang liegt, aber wir möchten ja, dass die Züge schneller unterwegs sind“, sagte Pauka. „Denn drei Minuten benötigen wir, um den Bahnhof in Aschenstedt wieder zu öffnen.“

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