„LookBack“ und Decker gaben Gas

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Volle Tanzfläche: Als „Dejo“ und „LookBack“ rockten, ging es hoch her.

Oldenburg (ck) - Manches kommt nie aus der Mode. Zum Beispiel Rock-Klassiker wie „Sweet Home Alabama“, „All Right Now“ und viele andere. Oder Paartanz und Schwof zu solchen live zelebrierten Songs, bis der Schweiß fließt. Oder schmale Lederkrawatten.

Eine davon hatte Joachim Decker zur Feier des Abends extra aus dem Schrank gekramt. Sein „Kulturstrick“ schien zwar mit den Jahren leicht geschrumpft, weil er es nicht mehr ganz bis zur Gürtellinie des stattlichen Gastsängers jener Samstagnacht schaffte. Aber weder „Dejo“ noch die mit Altrockern gespickte Spitzenband „LookBack“ hatten etwas verlernt. Sie brachten die Scheune auf Gut Altona mit 150 Oldie-Fans zum Beben.

„LookBack“ mit Norbert Mertens, Franz kleine Holthaus, Mertens' Sohn Tobias am Schlagzeug, Achim Bütow (von links) und Andreas Meiners am Keyboard (rechts) gaben alles.

Decker, im wahren Leben Redakteur dieser Zeitung, hatte sich zu zwei Einlagen am Mikro inmitten der Gruppe überrreden lassen: mit „Amarillo“ und „Beautiful Sunday“, seinen Spezialitäten aus alten Zeiten als Hobby-Musiker in den Sälen der Region. Trotzdem blieb er nicht vom Lampenfieber verschont. Nach seinen umjubelten Auftritten aber fiel vieles vom Mitorganisator des von der „Wildeshauser Zeitung“ präsentierten Benefizkonzerts ab: „Wahnsinn, ich glaub', ich hab' mich sogar auf der Bühne bewegt…“

Stimmt! Die Lockerheit des Publikums und der volle Körpereinsatz der Band – sprangen auch auf den „Special Guest“ über. Mit „Honkey Tonk Woman“ von den Rolling Stones eröffneten sie ihren Auftritt. Sänger und Gitarrist Franz kleine Holthaus hüpfte wie ein Gummiball über die Bretter – ohne jedoch auf den Seiten daneben zu greifen. „Franz ist eben in einem knackigen Alter – „mal knackt's bei ihm hier, mal da“, kommentierte Bassist Achim Bütow.

Gegen 22.30 Uhr enterte „Dejo“ das erste Mal die Bühne – unter lauten „Dejo, Deee-jo“-Rufen der Kulisse auf der Tanzfläche. Ein Schulterklopfen von Gitarrist Norbert Mertens, eine Ansage von Franz kleine Holthaus – und erneut ging die Post ab.

Moderator Martin Siemer und die Top-40-Band „Promise“ hatten „LookBack“ das Terrain für Super-Stimmung bereitet. Siemer wies augenzwinkernd auf das „60-jährige Bühnenjubiläum“ Deckers hin – aber das nahm der erst 54-jährige Adressat gelassen hin.

Starke Gesangseinlage: Joachim „Dejo“ Decker (links) begeisterte nicht nur Franz kleine Holthaus und Achim Bütow.

Schließlich ging es ja um den guten Zweck: „Die Einnahmen dieses Abends kommen der Honduras-Hilfe zugute, die bedürftigen Frauen Kleinkredite ermöglicht, mit denen sie sich eine Existenz aufbauen“, schilderte Siemer. Nach erfolgreicher Verwirklichung ihrer Geschäftsidee zahlen sie das Darlehen wieder zurück, was anderen wiederum weitere Wege aus der Armut ermöglicht. Auch die Verkaufserlöse der CD mit 16 von „LookBack“ eingespielten Oldies – zu haben bei der „Wildeshauser Zeitung“ – fließen voll ins Projekt ein.

Klar, dass Wildeshausens Bürgermeister Kian Shahidi angesichts dieser Initiative gern die Schirmherrschaft übernahm: „Ich habe gar nicht gezögert, obwohl ich heute noch weitere Termine hatte“, unterstrich der Verwaltungschef – und lobt die „sinnvolle Idee“. Dass diese Eröffnung für ihn keine lästige Pflichtaufgabe bedeutete, bewies seine Präsenz bis kurz vor Mitternacht.

Zu diesem Zeitpunkt feuerten „LookBack“ ihre letzten Zugaben ab. Franz kleine Holthaus und seine Kollegen strahlten. „Das hat richtig Spaß gemacht“, urteilte kleine Holthaus. „Und diese Scheune ist für solch eine Party wunderschön. Wir hätten auch noch eine Stunde länger spielen können – das Repertoire und die Kondition dazu wären vorhanden!“

Nun aber übernahm die Wildeshauser Band „Promise“ wieder das Kommando und hielt den Stimmungspegel hoch.

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