„Café Kinderwagen“ in Wardenburg eröffnet / Kontakte und Hilfsangebot

Lockerer Treffpunkt für junge Mütter und Väter

Einmal die Woche treffen sich die Mütter in den Räumen des Jugendzentrums Wardenburg. ·
+
Einmal die Woche treffen sich die Mütter in den Räumen des Jugendzentrums Wardenburg. ·

Oldenburg - WARDENBURG · In entspannter Atmosphäre sitzen die Frauen auf Decken und Matten auf dem Fußboden. Sie unterhalten sich, um sie herum spielen Kinder mit Bällen, Würfeln und kleinen Autos. Seit das „Café Kinderwagen“ vor einigen Monaten seine Türen öffnete, herrscht mittwochs reger Betrieb in den Räumen des Jugendzentrums Wardenburg. Von 9.30 bis 11 Uhr treffen sich dort junge Mütter, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und Fragen zur Erziehung sowie zur Gesundheit ihrer Kinder zu stellen.

Geleitet wird das Angebot von Birgitta Oltmanns, Familienhebamme des Landkreises Oldenburg, sowie von Kathrin Opitz, Erzieherin in der kommunalen Kinderkrippe Wardenburg. Nach erfolgreichem Start im Dezember vergangenen Jahres hatten Kreis und Gemeinde für gestern zur offiziellen Eröffnung des Cafés eingeladen.

Bürgermeisterin Martina Noske nutzte die Gelegenheit, um eine erste positive Bilanz zu ziehen: „Es ist schön zu sehen, dass sich unter den Müttern bereits ein festes Netzwerk gebildet hat“, sagte sie. Nach wenigen Wochen seien im Durchschnitt sieben bis acht Frauen in die Räume des Jugendzentrums gekommen – Tendenz steigend. „Die Väter haben sich allerdings noch nicht blicken lassen“, bedauerte Noske. Sie seien ebenfalls herzlich eingeladen.

Das Angebot richtet sich an junge Mütter und Väter, deren Kinder das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Wie die Verantwortlichen betonen, muss für den Besuch des Cafés keineswegs ein Anliegen – zum Beispiel eine Frage oder ein Problem – bestehen. „Viele der Frauen kommen auch einfach nur, um sich zu unterhalten“, erläuterte Opitz. Wer dennoch eine Frage habe, könne sich an Familienhebamme Oltmanns wenden. „Sie ist eine kompetente Ansprechpartnerin.“

Martin Ahlrichs, Leiter des Kreisjugendamtes, wies darauf hin, dass frühkindlicher Hilfen immer wichtiger für die Gesellschaft werden. „Neben der Inklusion sind sie momentan am meisten politisch diskutiert.“ Der Landkreis Oldenburg betreibe das Angebot mit dem „Café-Kinderwagen“ mittlerweile in drei Mitgliedsgemeinden – Großenkneten, Ganderkesee und Wardenburg – sowie in der Stadt Wildeshausen. Geplant seien auch fortführende Kurse für Eltern, deren Kinder bereits das erste Lebensjahr überschritten haben. „Ich komme heute zum letzten Mal ins Café“, berichtete gestern Katrin Kahlke. „Wenn der eigene Nachwuchs schon das Laufen anfängt und die anderen Kinder noch am Krabbeln sind, ist es Zeit, auf Wiedersehen zu sagen.“ Etwas wehmütig fühle sie sich schon. Aber sie werde weiter den Kontakt zu den anderen Frauen halten, betonte die junge Mutter.

Ähnlich sah das auch Kirsten Schutkewitsch: „Der Kontakt zu den Frauen ist mir wichtig“, sagte sie. „Aber auch die Kinder profitieren von dem Angebot. Schon im frühesten Alter können sie voneinander lernen und sich Sachen bei den andere Jungen und Mädchen abgucken.“ Am nächsten Mittwoch, so versicherte Schutkewitsch lächelnd, werde sie auf jeden Fall wieder mit dabei sein. · js

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Wandern, Waldbaden und Wellness in Bad Steben

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Meistgelesene Artikel

Rathaus-Erweiterung schreitet gut voran

Rathaus-Erweiterung schreitet gut voran

Lastwagen fährt Baustellenbaken um und fährt weiter

Lastwagen fährt Baustellenbaken um und fährt weiter

Sechs Corona-Infizierte in Wildeshausen

Sechs Corona-Infizierte in Wildeshausen

Corona-Fallzahl steigt leicht an: 113 Erkrankte im Landkreis Oldenburg

Corona-Fallzahl steigt leicht an: 113 Erkrankte im Landkreis Oldenburg

Kommentare