Dr. Jürgen Bauer koordiniert ab dem 1. Juli Planungen für das Geriatrische Zentrum Oldenburg

Leiter des geplanten GZO nimmt Arbeit auf

Dr. Jürgen Bauer nimmt seine Arbeit als Leiter des GZO am 1. Juli auf.

Oldenburg - OLDENBURG (cs/eb) · Alten Menschen zu einem besseren Leben verhelfen – das ist das Ziel der Geriatrie. Die Lehre von den Krankheiten des alten Menschen wird angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger – nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es im Jahr 2005 557 000 Menschen, die älter als 90 Jahre waren. 2020 rechnen die Statistiker mit 910 000 über 90-Jährigen, 2030 sogar mit 1,4 Millionen.

Optimale Versorgung sollen diese Menschen von Medizinern bekommen – ab September im Geriatrischen Zentrum Oldenburg (GZO). Evangelisches Krankenhaus, Klinikum und Reha-Zentrum Oldenburg betreten mit der Einrichtung gemeinsam Neuland. Hier werden Patienten behandelt, die sich deutlich im höheren Lebensalter befinden oder aber eine ausgeprägte Multimorbidität, also eine Mehrfacherkrankung, aufweisen, heißt es in einer Mitteilung der drei Häuser. Am 1. September werde demnach eine akutgeriatrische Station am Klinikum eröffnet, gleichzeitig würde die Einrichtung einer solchen Station am Evangelischen Krankenhaus vorbereitet, an das Reha-Zentrum soll eine geriatrische Station kommen.

Für die wohl wichtigste Person des GZO beginnt die Arbeit allerdings schon am 1. Juli: Der ärztliche Leiter des Zentrums, Dr. Jürgen Bauer, nimmt an diesem Tag seine Arbeit auf. Der Mediziner war zuletzt Oberarzt der geriatrischen Abteilung des Klinikums der Universität Erlangen-Nürnberg und hat außerdem am dortigen Lehrstuhl für Geriatrie gearbeitet. Es war keine Selbstverständlichkeit, sich gerade für dieses immer noch wenig populäre Fachgebiet zu entscheiden. Aber: „In Anbetracht der demographischen Entwicklung wurden mir Bedeutung und Nutzen der Geriatrie zunehmend bewusst“, so der 48-Jährige. „Allerdings lernte ich auch rasch die Vorbehalte kennen, mit denen dieses Fach zu kämpfen hatte und noch hat. Mittlerweile ist aus mir ein in jeder Hinsicht von seinem Fach überzeugter Geriater geworden“, erklärt der verheiratete Vater einer neunjährigen Tochter. „Die geriatrische Versorgung bewegt sich zwischen dem Erhalt oder der Wiederherstellung der Selbstständigkeit und einer palliativen Begleitung am Ende des Lebens“, so der Mediziner. „Dabei ist es wichtig, sowohl die individuellen Fähigkeiten als auch die körperlich-geistigen Defizite eines betagten Patienten zu erkennen und ihn auf dieser Basis gezielt zu fördern.“

Die ersten Wochen seiner Arbeitzeit will Bauer nutzen, um die organisatorisch-strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, damit das Geriatrische Zentrum im September die Patientenbetreuung starten kann. „In der Aufbauphase werde ich viel auf praktische Unterstützung in allen Betriebsstellen angewiesen sein. Die anstehenden Aufgaben reichen von der Personalfindung über die Anpassung der Ausstattung und die Vorbereitung der Dokumentation bis hin zu Fortbildungsmaßnahmen des neuen Teams“, erklärt der Mediziner.

Die drei am GZO beteiligten Einrichtungen wollen ab September dann in vielfältiger Weise kooperieren. Die gemeinsame Weiterbildung der interdisziplinären Teams und das Erarbeiten der erforderlichen Dokumentation stünden dabei im Vordergrund, so Bauer.

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