„Luz del Norte“ gestaltet „Nachklang“ der Gartenkultour / 50 Besucher dabei

Lateinamerika in rustikales Gemäuer gezaubert

Das Quartett „Luz del Norte“ überzeugte mit wunderschönen, sanften und teils melancholischen Melodien. ·
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Das Quartett „Luz del Norte“ überzeugte mit wunderschönen, sanften und teils melancholischen Melodien. ·

Doetlingen - RHADE · Das Ambiente war rustikal: Altes Gemäuer zwischen Holzbalken, Steinfußboden, und draußen tobte der Regen. Da überraschte es schon, wie schnell sich die rund 50 Konzertbesucher auf dem Gut Grashorn in Rhade plötzlich in Lateinamerika befanden. Mit sanften, eingängigen Melodien und der kraftvollen Stimme von Sophie Wachendorff gelang es dem Quartett „Luz del Norte“, das Publikum in Windeseile zu entführen.

Unter dem Motto „Nachklang“ bildeten die Musiker am Sonntagabend den Abschluss des Sommer-Aktionstages der Dötlinger Gartenkultour. Eigentlich wollten sie im Innenhof spielen. Aufgrund des Wetters verlegten Rabea Lück-Dolling und Tim Lück, die das zum Baudenkmal ernannte Anwesen aufwendig sanieren, die Veranstaltung kurzerhand in die Diele. Und die blieb nicht lange leer. Mit einem Glas Wein, einem Stück Kuchen oder auch einer Wolldecke machten es sich die Besucher gemütlich und genossen das erste Konzert überhaupt auf dem Gut.

„Als ich vor zwei Jahren das erste Mal hier war, habe ich sofort gesagt: Hier muss Kultur hin“, verriet Wachendorff, die das Ehepaar aus ihrer Zeit beim Oldenburger Theater Laboratorium kennt. Umso mehr freute sie sich, gemeinsam mit Kai Leinweber am Kontrabass, Jo Braun an der Gitarre und Sorin Ferat an der Violine das erste Konzert gestalten zu können.

„Wir wollen sie mitnehmen auf eine Reise nach Lateinamerika“, kündigte die Sängerin an, die mit ihrer klaren sanften und zugleich kräftigen Stimme überzeugte. Im Laufe des Abends wurde es mal melancholisch, mal leidenschaftlich, mal fröhlich, mal eher traurig. Genauso abwechslungsreich wie die verschiedenen Stimmungen, die die Musiker gut auszudrücken wussten, waren dementsprechend auch die Musikstile. Balladen wie „Alfonsina y el mar“, die vom Freitod einer Frau handelten, wechselten sich mit Tango und verspieltem Latin ab.

Ebenso prägend wie die Stimme von Wachendorff war auch das Violinenspiel des gebürtigen Rumänen Ferat. Immer wieder machte er mit gefühlvollen Solopassagen auf sich aufmerksam und belebte so das Konzert. Auch Kontrabassist Leinweber und Gitarrist Braun glänzten zwischendurch mit ganz persönlichen Klängen.

Insgesamt ein gelungener und entspannter Konzertabend, der durch den Charme der Musiker sowie des Spielortes lebte. · ts

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