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Landkreis Oldenburg will Blockhaus Ahlhorn übernehmen

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Von: Dierk Rohdenburg

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Bald wieder mit Leben erfüllt? Das Blockhaus in Ahlhorn.
Bald wieder mit Leben erfüllt? Das Blockhaus in Ahlhorn. © Franitza

Ahlhorn – Die Bildungs- und Freizeitstätte Blockhaus Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten hat wieder eine Zukunftsperspektive. Diese bietet jedoch nur noch der Landkreis Oldenburg, der eine gemeinnützige Gesellschaft gründen will.

Diese soll die Einrichtung und den Betrieb als Tagungs- und Begegnungsort für Jugendliche und junge Erwachsene sowie als Beherbergungsplatz für Gästegruppen ermöglichen. Alle weiteren Interessenten, die Jade-Hochschule, die Universität Oldenburg oder das Land Niedersachsen, sind offenbar nicht mehr im Spiel.

Der Beschlussvorschlag für die Gründung einer Gesellschaft lag dem Kreistag am Montag zur Beratung in einer Sondersitzung vor. Danach sieht sich der Landkreis in der Verantwortung, in der Jugend- und jungen Erwachsenenbegegnung einen Schwerpunkt auf die Entwicklung und Unterstützung der europäischen, demokratischen, ökologischen und wissenschaftlichen Kompetenzen von Jugendlichen und Erwachsenen zu legen. Das, so heißt es in der Vorlage, werde durch die Nutzung des Geländes in Ahlhorn möglich gemacht.

Es sollen Jugendgruppen und Studierende angesprochen werden

Als Nutzer möchte der Landkreis nach Angaben von Montag Schulklassen aus dem Oldenburger Land, Jugendgruppen, Studierende von Universitäten und Hochschulen, Kirchen und das Waldpädagogikzentrum ansprechen.

Damit wird ein neues Kapitel in der Geschichte der Anlage an den Fischteichen aufgeschlagen.

Ende November 2020 hatte die Landessynode beschlossen, dass sich die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg aus der alleinigen Trägerschaft des Blockhauses Ahlhorn aus wirtschaftlichen Gründen zurückziehen soll. Der Betrieb der Bildungs- und Freizeitstätte mit zuletzt noch 20 Beschäftigten war dann Ende Mai 2021 eingestellt worden, danach arbeiteten im Sommer Bremer Projektentwickler an einem Konzept für die Fortführung des Betriebes.

Im November 2021 hatte Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker der Synode mitgeteilt, dass es einen möglichen neuen Träger gebe und der Betrieb im Blockhaus schon in diesem Jahr weiterlaufen könnte.

Es gab heftige Kritik in der Öffentlichkeit

Die Schließung des Blockhauses war in der Öffentlichkeit heftig kritisiert worden. Viele Menschen im Oldenburger Land verbinden mit der inmitten der Ahlhorner Fischteiche gelegenen Einrichtung Erinnerungen an Konfirmanden-Freizeiten und andere kirchliche Aktivitäten. Sie appellierten – wie verschiedene Vertreter von Politik, Verwaltung und weiteren Institutionen – an die Kirche, ihren Schritt zu überdenken. Immerhin hatte sie wenige Jahr zuvor noch knapp sechs Millionen Euro in die Sanierung des Blockhauses investiert.

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