Anders als in Nachbarregionen kein Bewerbermangel / Kapell: „Gute Lage in der Nähe zu Unis“

Landkreis für Lehrer attraktiv

Einiges investierten die Gemeinden und der Landkreis – wie hier mit dem Anbau der Letheschule – während der vergangenen Jahre in die Bildungs-Infrastruktur. Auch das wirkt sich positiv auf das Interesse potenzieller Lehrer aus. Archivfoto: Krüger

Landkreis - (ck) · Über Nachwuchssorgen oder Bewerbermangel an den Schulen in seinem „Revier“ kann Klaus Kapell nicht klagen. „Die meisten zur Verfügung stehenden Lehrerstellen haben wir pünktlich zum 1. August besetzt“, berichtete der für den Landkreis Oldenburg zuständige Regierungsschuldirektor gestern auf Anfrage. In Einzelfällen können die Pädagogen ihren Dienst erst zum 1. November antreten, weil sie dienstlich noch anderweitig gebunden sind oder eine Prüfung ablegen müssen. „Aber dafür bekamen die betroffenen Schulen ein Budget, um die Stunden mit geeigneten Kräften auszustatten.“

Im Raum Südoldenburg mehrten sich zuletzt Stimmen, die über weiterhin vakante Positionen von Rektoren oder mangelndes Interesse an bestimmten Aufgabengebieten klagten. „Das gab es bei uns nicht“, verriet Kapell. „Im Gegenteil: Für einige Funktionsstellen hatten wir sogar mehrere Bewerber.“ So blieben die Rektoren-Posten der Grundschulen in Schierbrok, Heide und Wardenburg sowie an der Realschule Wildeshausen (wir berichteten) nicht lange verwaist.

Insgesamt kamen sechs laut Kapell „gestandene Kollegen“ aus anderen Regionen neu in den Landkreis. Zuzüglich der sechs personellen Veränderungen in Kollegien von Haupt- und Realschulen sowie einer neuen Stelle im Förderschulbereich gibt es seit Wiederbeginn der Schule „13 neue Gesichter“.

Regierungsschuldirektor Kapell sieht mehrere Gründe, warum die Schulen im Kreisgebiet bei Pädagogen so hoch im Kurs stehen: „Wir profitieren von der Nähe zu den Universitätsstandorten Oldenburg und Vechta – und auch sonst ist unsere geografische Lage in unmittelbarer Nähe zu Bremen und Delmenhorst günstig.“ Als weiteren wesentlichen Vorteil sieht der Mann von der Landesschulbehörde die Tatsache an, „dass die Kollegen im Landkreis Oldenburg sehr attraktive Schulen vorfinden“. Damit meint er auch Gebäudesituation und deren sächliche Ausstattung.

Diejenigen Lehrkräfte, die noch nicht pünktlich zum Ferienende ihren Dienst antreten können – etwa weil sie an ihrer bisherigen Schule eine ganz spezielle Fächerkombination ausfüllen – bekamen schon einmal einen ab dem 1. November datierten Arbeitsvertrag.

Die aus der niedersächsischen Bildungspolitik zu Beginn dieser Woche angeregte Reaktivierung von pensionierten Pädagogen scheint im Landkreis Oldenburg nicht nötig zu sein. Generell hätte Regierungsschuldirektor Klaus Kapell aber nichts dagegen einzuwenden: „Ich kenne zum Beispiel einen Kollegen, der mit 67 oder 68 Jahren noch Sportunterricht gegeben hat. Wenn der Betreffende das will und es mit dem Kollegium passt, kann man sich durchaus für eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Lehrern aussprechen.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Leipzig verpasst Platz zwei - Nächste Schalke-Pleite

Leipzig verpasst Platz zwei - Nächste Schalke-Pleite

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

Bootsurlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Bootsurlaub auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Fotostrecke: Werder gegen Gladbach ohne Tore, aber mit Leidenschaft

Fotostrecke: Werder gegen Gladbach ohne Tore, aber mit Leidenschaft

Meistgelesene Artikel

Frauenhaus derzeit voll belegt

Frauenhaus derzeit voll belegt

Müll in der Landschaft, E-Scooter bei Unfall zerstört

Müll in der Landschaft, E-Scooter bei Unfall zerstört

Susanne Mittag kritisiert Fleischindustrie

Susanne Mittag kritisiert Fleischindustrie

„Die Dankbarkeit gegenüber den Sattmachern kam abhanden“

„Die Dankbarkeit gegenüber den Sattmachern kam abhanden“

Kommentare