1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Oldenburg

Landkreis Oldenburg bietet sichere Hilfe für Geflüchtete an

Erstellt:

Von: Dierk Rohdenburg

Kommentare

Aus der Ukraine sind vor allem Frauen und Kinder geflüchtet. Sie gelten als bedroht durch Gewalt.
Aus der Ukraine sind vor allem Frauen und Kinder geflüchtet. Sie gelten als bedroht durch Gewalt. © dpa

Wildeshausen – Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Oldenburg, Britta Hauth, weist angesichts der hohen Zahlen von Flüchtlingen aus der Ukraine – insbesondere Frauen und Kinder – auf die Bedrohung durch sexuelle Gewalt und Gewalt hin.

Sie bittet darum, nicht wegzuschauen. Wer helfen wolle, könne sich an die Kreisverwaltung wenden und in Fällen von Gewalt über das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 08000/116 016 sowie im Internet unter www.hilfetelefon.de in 17 Sprachen, darunter Polnisch, Russisch und Englisch, Informationen erhalten.

„Die vergangenen Tage und Wochen machen deutlich, wie instabil der Frieden in der Welt – auch in Europa – sein kann“, heißt es von der Kreisverwaltung. Tausende Familien seien durch den Krieg in der Ukraine zur Flucht gezwungen.

Sexuelle Gewalt und Ausbeutung befürchtet

„Auf dem Weg über die rettenden Grenzen wartet eine neue Gefahr für Frauen und Kinder, die oft auf sich allein gestellt sind: Schlepper versuchen, die Not der Fliehenden auszunutzen. Es drohen Gefahren, unter anderem durch sexuelle Gewalt und Ausbeutung. Auch die Vermittlung in Wohnungen kann von sexueller Ausbeutung begleitet werden“, so Hauth. Das Beratungs- und Schulungszentrum gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung „ACT212“ habe darüber berichtet, dass Menschenhandel ein großesGeschäft sei, das durch den Krieg in der Ukraine befeuert werde. Die Menschenhändler befriedigten damit eine Nachfrage. Am Tag der Invasion seien die Google-Suchen nach „Ukrainian girls“ (Ukrainische Mädchen) massiv angestiegen und blieben seither hoch. Das gleiche Phänomen sei auch auf Pornoseiten zu beobachten.

„Die Vermittlung von Frauen und Kindern auch in private Unterkünfte ist eine großartige Unterstützung, die auch in unseren Kommunen gerade geleistet wird“, teilt die Gleichstellungsbeauftragte mit. „Wer derzeit aus privater Initiative heraus Menschen aus der Ukraine dabei hilft, eine Unterkunft zu finden, wird gebeten, bei der Vermittlung besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen. Es ist sehr wichtig, dass Namen und Adressen dieser Unterkünfte bekannt sind und dokumentiert werden und alle Ankommenden zuerst registriert werden.“ Würden den Frauen „günstige Verdienstmöglichkeiten mit Unterkunft“ angeboten, sollten die Helfenden kritisch nachfragen und den Kontakt mit den vermittelten Frauen und Kindern halten, so der Hinweis.

Wer sicher helfen und eine Unterkunft für Geflüchtete, Sachspenden oder andere Angebote von Hilfeleistungen melden möchte, kann dies auf der Internetseite des Landkreises Oldenburg (www.oldenburg-kreis.de) in vorbereitete Online-Formulare eintragen. Diese Angebote können auch von den kreisangehörigen Gemeinden im Landkreis Oldenburg eingesehen und angefragt werden.

Weitere Informationen können über das Bürgertelefon „Ukrainehilfe“ unter der Telefonnummer 04431/85 955 angefragt werden.

Auch interessant

Kommentare