Prominente, aber auch „alte Bekannte“ predigen von der „Harpstedter Kanzel“

Vom Landesbischof zum Ex-Landtagspräsidenten

Predigt am 11. August in Harpstedt: Rolf Wernstedt, ehemaliger Kultusminister.
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Predigt am 11. August in Harpstedt: Rolf Wernstedt, ehemaliger Kultusminister.

Harpstedt - Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, darunter mehrere Prominente, bevölkern demnächst die „Harpstedter Kanzel“:

Legt am 15. September eine Bibelstelle aus: Ex-Polizeipräsidentin Heike Fischer.

Lektoren und Pastoren, ein ehemaliger Spitzenpolitiker, eine Sozialwissenschaftlerin, eine Unternehmerin, eine frühere Polizeipräsidentin und ein Landesbischof legen dann in der Christuskirche Bibeltexte aus. Die größte Bekanntheit unter den kommenden Gastpredigern genießt sicherlich Rolf Wernstedt, der sich von 1990 bis 1998 im Kabinett des damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder (SPD) als Kultusminister um das niedersächsische Bildungs- und Schulwesen kümmerte. Jeweils sonntags um 10 Uhr beginnen die Gottesdienste. Im Anschluss können die „Schäfchen“ mit den Predigenden beim Kirchenkaffee in gemütlicher Runde ein wenig plaudern.

Am 27. Oktober auf der „Harpstedter Kanzel“: Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke.

Am Anfang steht ein von vielen Gemeindegliedern lang ersehntes Wiedersehen: Pastorin Elke Thölke, die Harpstedt Mitte Mai 2012 verlassen hatte, besucht ihre alte Wirkungsstätte, predigt am 7. Juli im Rahmen des Jahresthemas der Lutherdekade „Toleranz“ über die „Goldene Regel“ (Matthäus 7, 12) und feiert mit der Gemeinde das Abendmahl. Weitere „alte Bekannte“ geben sich danach buchstäblich die „Klinke in die Hand“: Unternehmerin Hildegard Holtorf aus Bassum predigt am 14. Juli über ihre Lieblingsbibelstelle (Matthäus 6, 25-34: „Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben...“). Ihr Bassumer Lektorenkollege, der Kaufmann Klaus Giebel, widmet sich am 21. Juli einem Text aus dem Johannesevangelium (9, 1-7: Die Heilung eines Blindgeborenen). Annette Grummt, Lektorin aus Kirchseelte, will am 28. Juli mit der Christusgemeinde den Israel-Sonntag, der in der Woche darauf landesweit gefeiert wird, mit seinen Themen bedenken und begehen.

Der frühere Kultusminister und Landtagspräsident Rolf Wernstedt begibt sich am 11. August auf die „Harpstedter Kanzel“. Als Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge weilt er kurz vor seinem Besuch im Flecken neun Tage in Königsberg und Masuren, wo er aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der dortigen Kriegsgräberanlagen sprechen wird. Während seiner Predigt in der Christuskirche will er aus diesen Tagen etwas erzählen und einen passenden biblischen Text auslegen. Mit Gesang belebt zusätzlich der Jugendchor „Feelings“ unter der Leitung von Daniela Predescu den Gottesdienst.

Zum Auftakt der Diakoniewoche am 1. September predigt die bekannte Bremer Sozialwissenschaftlerin Prof. Annelie Keil in einem Hospizgottesdienst, im dem örtliche Hospizhelferinnen und der Harpstedter Kirchenchor mitwirken.

Am 15. September schlüpft die ehemalige Osnabrücker Polizeipräsidentin Heike Fischer in die Gastpredigerrolle. Sie erlangte Bekanntheit wegen des Mordfalls „Lena“ in Emden, den sie mit zu betreuen hatte. Die beliebte Polizeichefin war im Frühjahr nach dem Regierungswechsel geschasst worden, was in Osnabrück sehr umstritten war. Während ihrer Predigt über die Auferweckung des Jünglings von Nain (Lukas 7,11-16) geht sie in Harpstedt erstmals öffentlich auch auf die einschneidende Erfahrung ihrer Entlassung ein.

Am 27. Oktober folgt der „Gastprediger-Auftritt“ des Schaumburg-Lipper Landesbischofs Dr. Karl-Hinrich Manzke aus Bückeburg – in einem Gottesdienst mit deutsch-französischem Anstrich: Singen werden der Gemischte Chor Harpstedt und der Louéser Chor „A travers chants“. · gsa

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