Ortsdurchfahrt: Altbürgermeister Bokelmann bedauert, dass letztes Stück 2011 nicht saniert wird

„Land muss Mittel einplanen“

Burgstraßen-Anlieger Helmut Meyer bemüht den Zollstock. Erhebliche Verdrückungen und Löcher im Pflaster machen deutlich, dass auf dem Abschnitt der Harpstedter Ortsdurchfahrt vom Feuerwehrhaus bis zum Beginn der Wildeshauser Straße Handlungsbedarf besteht.

Harpstedt - · Das Planfeststellungsverfahren für den dritten Bauabschnitt der Harpstedter Ortsdurchfahrt (L 338/Burgstraße) soll im März beim Landkreis Oldenburg beantragt werden. Diese Auskunft erhielt Hermann Bokelmann dieser Tage von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) in Oldenburg. Der Fleckenrat stimmte der Planung bereits im vorigen Sommer zu. Der Entwurf sei „unterschriftsreif“, teilte Gemeindedirektor Uwe Cordes im Dezember mit.

Der Landkreis Oldenburg schätzt, dass das Beteiligungsverfahren bis zur Genehmigung sicherlich sechs Monate dauert. Wann indes vom Land Niedersachsen Mittel für die Ausbaumaßnahme bereitgestellt werden, steht nach Aussage der NLStBV noch nicht fest. Altbürgermeister Bokelmann

▪ Eine Million Euro

▪ Ausbaukosten

bedauert, dass daher in diesem Jahr nicht mit dem weiteren Ausbau der Ortsdurchfahrt zu rechnen ist. Seiner Ansicht nach müsse das

Land aber für den Haushalt 2012 die Gelder einplanen. Darüber hat Bokelmann bereits mit der SPD-Landtagsabgeordneten Renate Geuter gesprochen, die dem Ausschuss für Haushalt und Finanzen angehört. An Ausbaukosten sind gut eine Million Euro veranschlagt. Der Anteil des Landes fällt dabei mit rund 600 000 Euro keineswegs hoch aus. Die Nebenanlagen mit einem Gesamtkostenvolumen von etwa 400 000 Euro trägt der Flecken. Auch dafür müssen die Fördergelder rechtzeitig beantragt werden. In der Jahreshauptversammlung der SPD wies Bokelmann jüngst auf den schlechten Zustand des Abschnitts vom Feuerwehrhaus bis zur Wildeshauser Straße hin. Das Pflaster ist dort mit Verdrückungen, Auswaschungen, Spurrinnen und Schlaglöchern übersät. Der Altbürgermeister forderte mehr politisches Engagement der Harpstedter Ratsspitze: „Als Christian Dürr, der Fraktionsvorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, im November in Harpstedt die Neubaustrecke in der Ortsmitte besichtigte, habe ich den Fleckenbürgermeister und seine Stellvertreter vermisst. Dort hätten sie die Wünsche der Harpstedter vortragen können. Dann wären diese auf kurzem Wege zu Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) gelangt.“

Bokelmann lobte hingegen den Dünsener Bürgermeister Hartmut Post, der dem CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Focke kürzlich den schlechten Zustand des Radweges an der L andesstraße  338 in Dünsen zeigte und die Sanierung erreichte. „Das sollten sich die Harpstedter als Vorbild nehmen und mit Herrn Focke im noch nicht ausgebauten Abschnitt der Burgstraße die Schlaglöcher ausmessen.“ Bokelmann selbst hat zusammen mit Burgstraßen-Anwohner Helmut Meyer bereits den Zollstock bemüht. Das Ergebnis, acht bis zehn Zentimeter tiefe Löcher, gibt zu denken.

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