Elke Lange aus Neerstedt hat sich der Glasmalerei verschrieben

Lampen bringen die Eiszeit ins heimische Wohnzimmer

Neerstedt - Von Jan Schmidt„Im Grunde habe ich schon immer gerne gemalt und gebastelt“, sagt Elke Lange aus Neerstedt. Während der Schulzeit und darüber hinaus glänzte sie besonders durch kreative Kunst. Als sie vor 25 Jahren heiratete und zu ihrem Mann in die Gemeinde Dötlingen zog, begann sie mit Glasmalerei. Bis heute ist sie dieser Technik treu geblieben. Vornehmlich widmet sie sich der Verzierung und dem Bemalen von Glaslampen, die sie zuvor im Handel erworben hat.

„Eiszeit“ lautet der Titel einer dieser Lampen, dessen Oberfläche mit unterschiedlichen Mustern übersät ist. Schon auf den ersten Blick fühlt sich der Betrachter an silberne Eis-Kristalle erinnern. „Wenn ich eine neue Arbeit beginne“, sagt Lange, „habe ich immer schon einen Titel im Kopf. Der Rest kommt von alleine.“

Ob grasgrüne, himmelblaue oder sonnengelbe Lampen – die Künstlerin verfügt über ein reichhaltiges Repertoire. Hin und wieder bietet sie ihre Arbeiten auf Kunsthandwerkermärkten zum Verkauf an. So auch wieder am vergangenen Wochenende während der Kunsthandwerkertage im Dötlinger Schützenhof „Unter den Linden“. „Für mich ist das ein reines Hobby, aber es macht mir sehr viel Freude“, erzählt die 51-Jährige.

Zur Glasmalerei fand Elke Lange, als sie sich vor etlichen Jahren eine verzierte Lampe kaufen wollte. Überrascht von den hohen Preisen, fasste sie spontan den Entschluss: „Das kann ich auch selber machen“. Ihr Rohmaterial – vor allem Lampen in Kugel- oder Säulenform – bearbeitet sie nach einem speziellen Muster. „Zuerst trage ich einen Grundlack auf, dann die Farbe. Beim Trocknen entstehen kleine Risse.“ Anschließend, so verrät die Künstlerin, setzt sie mit Kunststoffteilchen kleine Verzierungen auf. Die letzten Schritte ihrer Arbeit möchte Elke Lange dann aber doch nicht preisgeben. „Das bleibt ein Geheimnis“, schmunzelt sie.

Gerne erinnert sich die Neerstedterin, wie sie zu ihren Anfangszeiten als Künstlerin in das Metier fand. Nach eigener Aussage war sie damals begeistert war sie damals besonders begeistert von den „Gras-Lampen“, die es im Einzelhandel zu kaufen gab. „Man muss sich das so vorstellen, dass die Lampendekoration an Grasbüschel erinnert“, erklärt die Künstlerin. Sie habe diese Deko-Bündel dann selber gehäkelt und an die Lampen angebracht. „Schnell kamen weitere Verzierungen hinzu, zum Beispiel Perlen“, erinnert sich Lange. Das Ganze nahm seinen Lauf.

Heute schmücken sämtliche ihrer Werke die eigene Wohnung. Groß in den Vordergrund wollte sich die Künstlerin nie drängen. „Ich hab einfach Freude an dem, was ich tue“, erklärt sie. Einem Künstlerkreis ist sie nie beigetreten, auch sonst ist sie nicht anderweitig vernetzt. Dennoch scheut sie sich nicht, ihre Arbeiten auch zur Schau zu stellen.

An den Kunsthandwerkertagen im Schützenhof war Elke Lange nun schon zum dritten Mal beteiligt. Geht es nach ihr, darf ein viertes Mal gerne folgen. Dann mit brandneuen Werken.

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