Um den Betrieb wie gewohnt aufrecht zu erhalten, muss investiert werden / Probleme beim Chloren

Kurbad kostet weiter viel Geld

Die Technik im Kurbad ist veraltet, aber noch funktioniert sie. Rainer Flöte (l.) führte Jens Kuraschinski und CDU-Generalsekretär Ulf Thiele (r.) vor wenigen Wochen durch den Maschinenraum des Schwimmbades.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Die Kurbad-Sanierung ist politisch nicht mehrheitsfähig. Ein Schwimmbad-Neubau ist derzeit nicht finanzierbar. Was also tun mit dem Kurbad, in dem in schöner Regelmäßigkeit Unregelmäßigkeiten auftreten? Der Weiterbetrieb dürfte nämlich schon bald ebenfalls recht teuer werden.

Der Stillstand in der Frage, wie es mit dem Bad weitergeht, führt nicht dazu, dass die Kosten konstant bleiben. Wenn das Bad, so wie es zurzeit dasteht, weiter für Besucher geöffnet bleibt, muss investiert werden. Und das nicht zu knapp, wie die Mitglieder des Bauausschusses morgen erfahren werden.

„Die Betriebssicherheit ist gewährleistet“, so der Vertreter des Bürgermeisters, Jens Kuraschinski. Dennoch habe die Verwaltung nicht das entsprechende Fachwissen, um festzulegen, nach welchen Prioritäten der Betrieb des Kurbades aufrecht erhalten werden könne. „Auch ist vor dem Hintergrund der insgesamt sehr knappen finanziellen Ressourcen zu entscheiden, ob und wie lange der jetzige Betrieb noch aufrecht erhalten werden kann“, heißt es in der Ausschussvorlage.

Die Frage lautet also ganz konkret: Wird erneut ein teurer Gutachter eingeschaltet, um die Situation einzuschätzen, oder wird bald der Schlüssel der Eingangstür umgedreht und das Schild „Geschlossen“ aufgehängt?

Denn schon jetzt ist bekannt, dass die Filteranlage im Freibad so marode ist, dass sie dringend erneuert werden muss, um das vorhandene Angebot aufrecht erhalten zu können. „Auch ist unklar, welche Folgewirkung durch die verstärkte Korrosion auf die Wasserqualität im Bad eintritt“, so die Verwaltung. Der Kauf einer neuen Anlage und die Planungskosten belaufen sich auf knapp 100 000 Euro. Alternativ müsste entschieden werden, ob das Wasser aus dem Springerbecken abgelassen und das Angebot um diese Attraktion in 2011 reduziert werde, soweit der Filter ausfalle oder undicht werde.

Auch die Chlordosierungsanlage für das Freibad entspricht nach Einschätzung von Fachleuten nicht mehr dem Stand der Technik. Die Anlage wird manuell bedient, ebenso wird die Kontrolle der Chlorkonzentration über Eigenkontrollen durchgeführt. „Insbesondere an besucherreichen Tagen ist die Einhaltung des Grenzwertes schwierig“, heißt es in der Ausschussvorlage. Derzeit werde in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt geprüft, welche gesundheitlichen Schäden einzutreten drohen, wenn eine Über- oder Unterdosierung erfolgt ist.

Über das Ergebnis wird die Verwaltung morgen berichten. Davon ist die Entscheidung abhängig, ob der Betrieb in der jetzigen Form weitergeführt werden kann.

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