Foto- und Malwettbewerb soll Anregungen für Raumordnungsprogramm liefern

Künstlerisch die Zukunft des Landkreises mitgestalten

Eva-Maria Langfermann (Leiterin des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege) und Landrat Frank Eger werben für den neuen Wettbewerb. Das Bild im Hintergrund könnte schon als erster Anreiz dienen. ·
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Eva-Maria Langfermann (Leiterin des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege) und Landrat Frank Eger werben für den neuen Wettbewerb. Das Bild im Hintergrund könnte schon als erster Anreiz dienen. ·

Oldenburg - Von Jan Schmidt, Lisa Adam und Britt BodeLANDKREIS · Mit einem künstlerischen Wettbewerb können sich die Bürger an der Zukunftsplanung im Landkreis Oldenburg beteiligen. Es geht um die Erstellung eines neuen Regionalen Raumordnungsprogramms. Gemalte Bilder oder Fotos von prägnanten Landschaften sollen eine Anregung für Politik und Fachleute sein.

Welches Landschaftsbild,, welcher Tümpel, welches Biotop, Waldgebiet oder ähnliches bedürfen eines besonderen Schutzes? „Wie stellt sich die Bevölkerung die Landschaftsentwicklung in den nächsten 15 Jahren vor?“, fragt Landrat Eger und ruft deshalb gemeinsam mit Eva-Maria Langfermann, Leiterin des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege, einen Wettbewerb aus: „Wunnerwark inne natuur“ lautet der plattdeutsche Titel –  „Wunderwerke in der Natur“. Sowohl für die gemalten Bilder als auch für die Fotos gilt: „Wir brauchen keine Gutachten“, so Eger. Er wolle stattdessen „auf prägnante Landschaftsbilder stoßen und denken: Das macht den Landkreis aus und das hat jemand geschafft, in ein Bild zu bannen“. Vorgaben für das Format gibt es keine. Große, mittlere oder kleine Bilder – „wir lassen uns überraschen“, schmunzelt der Landrat.

Alle Teilnehmer können ihre Beiträge bis zum 7. Mai persönlich im Kreishaus (Delmenhorster Straße 6, Wildeshausen) abgeben. Die Fotos sollten vorher ausgedruckt werden, am besten auf Fotopapier. Da geplant ist, sämtliche Werke in einem Ausstellungskatalog zu dokumentieren und für vier Wochen im Kreishaus auszustellen, bittet der Landkreis um eine Einverständniserklärung für die Veröffentlichung. Wenn die Fotos und Bilder im Kreishaus abgegeben werden, müsste deshalb jeder Teilnehmer mit seiner Unterschrift den Segen dafür geben.

Über die besten Beiträge entscheidet am Ende eine fünfköpfige Fachjury. Am 9. Mai findet die Preisverleihung im Rahmen einer Podiumsdiskussion über das Landschaftsbild im Landkreis Oldenburg statt. Der beste Beitrag wird in beiden Kategorien mit 750 Euro belohnt.

Eva-Maria Langfermann, die ursprünglich die Idee für den Wettbewerb hatte, ist sich des Erfolges sicher: „In diesem Landkreis erstaunt mich das große Interesse der Bevölkerung an Kunst“, sagt sie. Und Landrat Frank Eger verspricht: „Wir werden uns mit jedem einzelnen Bild auseinander setzen und befassen. Dieser Wettbewerb ist auch eine Hilfe für die Politik, um etwas zu verändern.“

Damit die Aktion genügend Anklang findet, wird nicht nur in den Medien darüber berichtet: In den Rathäusern der Gemeinden sowie in den Volkshochschulen und im Kreishaus hängen Plakate aus. Außerdem bietet der Landkreis auf seiner Homepage sämtliche Informationen zum Nachlesen an.

Unabhängig von dem Wettbewerb können sich alle Bürger, denen im Bezug auf das neue Regionale Raumordnungsprogramm etwas auf den Nägeln brennt, an den Landkreis wenden, und zwar per Telefon, E-Mail oder Brief. Entsprechende Kontaktdaten sind auf der Homepage des Landkreises unter http://www.oldenburg-kreis.de zu finden.

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