Feldrundfahrt des Kreislandvolkverbands durch Schönemoor mit Verwaltungsbeamten und Politikern

Kritik an Grünland-Umbruchsverbot

Gut gelaunt starteten die Gäste auf von Traktoren gezogenen Ackerwagen zur Feldrundfahrt.

Oldenburg - SCHÖNEMOOR (ck) · Wenn hochrangige Beamte, Abgeordnete und Kommunalpolitiker die Ackerwagen entern und auf Strohballen-Bänken Platz nehmen, handelt es sich für viele um einen Höhepunkt des Sommers: Dann bittet der Kreislandvolkverband zur Feldrundfahrt in einer der Gemeinden des Landkreises.

Gestern Nachmittag trafen sich Landwirte, Erster Kreisrat Carsten Harings, seine Kollegen Peter Nieslony als Leiter des Bauordnungsamts und Bernd Lögering als Chef der Unteren Naturschutzbehörde, die Landtagsabgeordneten Ansgar Focke (CDU) und Axel Brammer (SPD), eine starke Vertretung des Kreistags mit den stellvertretenden Landräten Ernst-August Bode und Christel Zießler an der Spitze sowie viele weitere geladene Gäste in Schönemoor, um auf die von Harm-Dirk Kämena ausgearbeitete Tour zu gehen. „Darauf habe ich mich schon gestern gefreut“, verriet die SPD-Kreistagsabgeordnete Hannelore Hunter-Roßmann.

Nach der Stärkung mit Milchshakes (natürlich aus heimischer Produktion) mussten sich die Verantwortlichen der Verwaltung aber noch einiges anhören, als Kreislandwirt Jürgen Seeger „dienstlich“ wurde. „Wir wollen das Grünland-Umbruchverbot nicht schlecht reden, aber die Erschwernisse sind unverhältnismäßig“, sagte Jürgen Seeger an die Adresse der Naturschutzbehörde.

Ebenfalls hart ins Gericht ging der Kreislandwirt mit der Anordnung vom Land, das mit Genmais in geringen Mengen kontaminierte Saatgut auf den Feldern noch vor der Blüte unterzupflügen. „Wegen einer Belastung von 0,03 Prozent hektarweise Bestände abzutöten, bedeutet reine Geldvernichtung.“ Drei Betriebe im Landkreis seien von der Anordnung betroffen. Es gehe um eine Gesamtfläche von 50 Hektar.

Unterwegs besuchte die Gruppe unter anderem den Bereich, auf dem die geplante und heftigst umstrittene „B 212 neu“ sechs Milchvieh haltende Betriebe von ihren Wiesen abzuschneiden droht, wie Kämena erläuterte. Darüber hinaus sahen sich die Gäste den Horster Deich an, dessen Anfänge 900 Jahre zurück liegen. Zudem informierten sie sich über den Windpark Schönemoor-Lemwerder, ehe es für den gemeinsamen Imbiss wieder zurück zum Schönemoorer Dorfkrug ging.

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