Auch Egers Privatleben als Inhalt

Kritik an anonymem Schreiben

Landkreis - (ck) · Schon vor geraumer Zeit hatte Landrat Frank Eger die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen über seine private Beziehung zur Kreisgleichstellungsbeauftragten Dr. Ina-Maja Lemke-Hadick informiert. Alle Angesprochenen waren sich einig, diese Veränderung im Leben der beiden Führungskräfte zu respektieren. Doch zu Beginn dieser Woche zerrte ein anonymes Schreiben an die Fraktionsspitzen die Privatsphäre an die Öffentlichkeit: Ein unbekannter Mitarbeiter unterstellte, dass das künftige Vertrauensverhältnis zur Gleichstellungsbeauftragten gestört sein könnte.

Dabei geht es nicht um die Arbeit der Amtsleiterin, sondern ihre zusätzliches Rolle als Vertrauensperson für Mitarbeiter der Behörde.

„Diese Art der Kritik ist nicht akzeptabel“, hieß es dazu von der Pressestelle der Verwaltung. Eger selbst war gestern nicht zu erreichen. Konstruktive Kritik, so ließ er aber ausrichten, sei wünschenswert und hilfreich – wenn Ross und Reiter genannt würden. Generell herrsche im Kollegenkreis ein offener und fairer Dialog. Dies solle auch so bleiben.

Trotzdem laufen fürs Amt der Gleichstellungsbeauftragten Überlegungen einer Umstrukturierung – allerdings bereits seit Anfang des Jahres und damit unabhängig von den veränderten privaten Umständen. Denn weil Lemke-Hadicks Zuständigkeiten – etwa fürs Frauen- und Kinderschutzhaus, die Beratungsstelle „Aufwind“ und die Koordinierungsstelle „Frauen und Wirtschaft“ – zunehmend Terminüberscheidungen mit sich bringen, soll es eine alternative Anlauf stelle für die Beschäftigten geben. Eine Neueinstellung ist dafür nicht vorgesehen. Als Kandidat käme jemand außerhalb des Personalrats, Gleichstellungsamts oder Personalamts in Frage.

Vergangenes Jahr musste Ina-Maja Lemke-Hadick von insgesamt 500 Kollegen nur einen Bruchteil beraten, weil dieser Kreis sich mit einem Problem an sie gewandt hatte. Insgesamt gab es acht Gespräche. Also sieht die Verwaltung die anonym geäußerte Angst, Lemke-Hadick könne die Inhalte privat an den Kreishaus-Chef weitergeben, als absurd an.

Bisher hatten die Kreisbeschäftigten keine Auswahlmöglichkeit im Bereich der Gleichstellungsarbeit. Dies ändert sich künftig. Der Vorschlag fand unter den Fraktionsvorsitzenden allgemeine Zustimmung.

Mutmaßungen über die Herkunft des anonymen Schreibens möchte Eger nicht anstellen, da die Zeit und der Aufwand es ihm nicht wert seien. Allerdings bittet er im Sinne aller Beteiligten um Respekt und Wahrung von Privatsphäre.

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