Nematoden nicht mehr vorrätig /Deutlich mehr Kunden im Raiffeisen-Markt

Krandel-Sanierung erst ab kommender Woche

Ottmar Jöckel wässerte gestern Vormittag den Stadion-Rasen.
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Ottmar Jöckel wässerte gestern Vormittag den Stadion-Rasen.

Wildeshausen - Seit gestern um 10 Uhr wurde das KrandelStadion in Wildeshausen geflutet. Es sollte die Probe für den heutigen Ernstfall werden, um Millionen Engerlinge durch das Einspülen von Nematoden zu vernichten. Am Nachmittag kam dann die schlechte Nachricht: Die Nematoden sind erst ab kommender Woche erhältlich. Alle Mühe war vorerst vergebens.

„Unser Auftrag hat die Firma erst heute erreicht“, erklärte Krandelverwalter Wolfgang Sasse gestern. Da war es schon zu spät, denn Ende vergangener Woche bekam der Produzent der Nematoden einen Riesen-Auftrag aus den USA. Damit waren die Lager leer, die neuen Würmer mussten erst wieder angesetzt werden und sind Anfang kommender Woche lieferbar. Da nur eine Firma in Deutschland die Fadenwürmer produziert, gibt es keinerlei Alternativen (siehe auch Bericht unten). Ob der Rasen bis nächste Woche noch zu retten ist, steht in den Sternen.

Immerhin sind alle Beteiligten nun vorbereitet für die Engerling-Bekämpfung. Fußball-Abteilungsleiter Ottmar Jöckel lief gestern Vormittag die langen vom Bauhof gelieferten Schläuche ab und positionierte sie ebenso wie Platzwart Uwe Kricke ständig neu. „Wir müssen eine Grundfeuchtigkeit in den Boden bekommen“, erklärte er. Am Tage des Ausbringens der Nematoden müsse dann alles schnell gehen. Mithilfe einer Art Gleitmittel sollen die Nematoden von den Grashalmen in den Boden befördert werden, wo die Würmer die Engerling von innen auffressen.

Wie überhaupt so viel Wasser wie benötigt auf das Feld kommt, darüber machten sich Feuerwehr und Bauhof Gedanken. Insgesamt 160 Meter B-Schläuche und 250 Meter C-Schläuche wurden auf dem Platz verlegt. Es zeigte sich schnell, dass der eine verfügbare Hydrant am Stadion nicht genug Druck hatte. Es flossen „nur“ 300 Liter pro Minute durch die Schläuche. Später wurden ein 5 000-Liter-Fass vom Bauhof dazugeholt und ein weiterer Hydrant genutzt. Mit einer Pumpe des Bauhofes gelang es dann, etwa 700 Liter pro Minute auf das Feld zu befördern.

Wie später die Trainigsplätze bewässert werden sollen, ist noch nicht klar. Offenbar gibt es dort aber einen Brunnen, der genutzt werden kann. Gestern Nachmittag war dort ein Sachverständiger unterwegs, um die Größe der Schäden zu ermitteln. Sollte auch dort der Befall so massiv sein, wie befürchtet, dann steht der Verein VfL Wildeshausen vor großen Problemen, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

Um in den kommenden Jahren effektiver gegen Engerlinge kämpfen zu können, möchte der Verein möglichst schnell eine Beregnungsanlage neben dem Feld des Krandelplatzes installieren. Die Kosten liegen bei 20 000 Euro. · dr

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