Eisenbahnfreunde müssen größere Investition wuppen / Innenausbau des Plattformwagens Nummer drei ist im Gange

Korrosionsschäden am Kesselrohrsatz

Thorsten Bächler und Torben Kluwe verlegen Dampfheizungsrohre im Plattformwagen Nummer drei. Das kleine Bild zeigt eine der eingepassten Sitzbänke.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken· Vor einer größeren Investition stehen die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde: In ihre Dampflok „Nr. 2“ aus dem Jahr 1955 muss ein neuer Kesselrohrsatz eingebaut werden. Die Mitglieder können diese Arbeiten nicht in Eigenleistung erbringen. Der Museumsbahnverein hat sich daher an verschiedene Werkstätten gewandt, aber noch keinen Instandsetzungstermin bekommen können.

Die Kesselrohre führen Wasser und Dampf durch die heißen Abgase der Feuerung. Die daran aufgetretenen Korrosionsschäden sind mittlerweile so gravierend, dass ein Abdichten nicht mehr möglich ist: Daher müssen die Rohre ausgetauscht werden; der neue Satz ist bereits angeschafft. Die Arbeitskosten für die Instandsetzung dürften sich nach Angaben des Vorsitzenden der Eisenbahnfreunde, Joachim Kothe, zwischen 15 000 und 20 000 Euro bewegen. Trotz einer „mittelprächtigen“ Museumsbahnfahrsaison 2009 sei die Finanzierung hinzubekommen, ließ er auf Nachfrage der Kreiszeitung wissen. „Die Wirtschaftskrise ist deutlich spürbar gewesen“, erläuterte Kothe im Rückblick auf die Zahl der Fahrgäste seit dem 1. Mai. Genaue Daten lägen noch nicht vor. Die Fahrgastzahlen von 2008 seien aber wohl nicht erreicht worden. Das Geld sitze offensichtlich nicht mehr so locker. „Die Leute überlegen sich schon sehr genau, ob sie sich einen Ausflug mit der Museumsbahn am Wochenende leisten wollen“, so Kothe.

Der Plattformwagen mit der Nummer drei habe im Zuge der Aufarbeitung mittlerweile „Blechkleid und Lack bekommen“, berichtete der Vorsitzende. Begonnen worden sei mit dem Innenausbau. Die Helfer hätten unter anderem die Sitzbänke einzupassen, und auch Elektrokabel müssten verlegt werden. Ko-the: „Die Arbeiten werden sich sicher noch über die Wintermonate hinziehen. Vielleicht, so hoffen wir, wird der Plattformwagen bis Anfang Mai, bis zum Beginn der neuen Fahrsaison, fertig.“

Die Sitzbänke seien zum Teil von einer Beschäftigungsgesellschaft, der Neuen Arbeit gGmbH in Delmenhorst, gefertigt worden.

Am Rande weist Kothe auf ein Faktenblatt hin, das von der Homepage der Eisenbahnfreunde heruntergeladen werden kann und viele Rätsel rund um die Museumsbahn – auch technischer Natur – löst.

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