Ausstellungsbesucher trafen Bekannte im Rathaus persönlich und in Farbe / Freiberg zeigt Werke bis zum 2. Januar

„Kopfgeschichten“ sorgen für Ansturm

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Bürgermeister Heino Pauka und Günther Freiberg (v.r.) hießen die vielen Gäste im Rathaus willkommen. ·

Neerstedt - „Ich bin schwer beeindruckt, wie viele Menschen dem Ruf von Günther Freiberg gefolgt sind“, sagte Bürgermeister Heino Pauka. Und in der Tat war das Rathaus gestern während der Eröffnung der Ausstellung „Kopfgeschichten“ rappelvoll. Rund 100 Besucher drängten sich auf den Fluren und entdeckten so manches vertrautes Gesicht – nicht nur persönlich, sondern auch auf den Leinwänden. Denn Freiberg malt unter anderem Porträts bekannter Personen aus der Gemeinde Dötlingen.

„Ich habe mich schon zweimal gesehen – einmal jung und einmal noch jünger“, sagte Altbürgermeister Harald Meyer mit einem Schmunzeln. „Denn die Falten hat er nicht übernommen.“ Auch von Ratsherr Dierk Garms, dem Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins, Eckehard Hautau und Bürgermeister Heino Pauka hängen nun Porträts an den Rathauswänden. Der Verwaltungschef war nicht überrascht. „Als Günther Freiberg mich mal bei einem Besuch fotografiert hat, habe ich schon so etwas geahnt“, sagte er.

Pauka begrüßte die vielen Gäste und betonte, dass Kunst im Rathaus schon Tradition habe. „Auch wenn unsere Räume für das Präsentieren von Malerei nicht optimal sind, haben sie in den vergangenen Jahren immer wieder Künstler aus der Gemeinde angezogen“, so Pauka. Den Grundstein dafür habe Thea Freiberg während ihrer aktiven Zeit als Angestellte der Gemeinde gelegt. Sie habe viele Talente entdeckt, ermutigt und durch ihr Engagement der Kunst in Dötlingen neues Leben eingehaucht. „Und du hast auch deinen Mann inspiriert“, sagte er.

Dabei sei der Neerstedter Künstler seit jeher der Kunst zugetan. „Schon der junge Günther Freiberg überraschte mit seinem Talent nicht nur die Lehrer“, erinnerte Pauka. Nach seiner Ausbildung zum Maler und Schriftenmaler mit Auszeichnung hätten ihn seine Eltern aber dazu gedrängt, etwas Anständiges zu lernen. Freiberg wurde daraufhin Viehkaufmann. Doch die Liebe zur Kunst blieb und erwachte im Alter neu. „Das Malen läuft wie ein roter Faden durch mein Leben“, bestätigte auch Freiberg, der im heimischen Wintergarten nicht nur Dötlinger Köpfe in Acryl auf die Leinwand bringt.

So finden die Besucher der Ausstellung „Kopfgeschichten“, die bis zum 2. Januar zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen ist, auch hiesige Landschaften wie die Pestruper Heide und das Goldenstedter Moor, die Skyline von New York und eine Hommage an Picasso unter dem Titel „Nackte, grüne Blätter und Brüste“. Erklärende Worte zu seinen Bildern schenkte sich Freiberg. „Ich habe so gemalt, dass jeder sehen kann, was gemeint ist.“ · ts

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