Jugendamt des Landkreises informierte über tägliche Praxis / Strafanzeigen bergen auch Risiken

Kollegen im Krisenbüro für Fälle von Kindeswohlgefährdung

Landkreis - (ck) · Überlastete Mütter, Gewalt in der Familie, vernachlässigte Kinder – die am Dienstag im Jugendhilfe-Ausschuss noch einmal gezeigte Fernsehreportage über die Arbeit des Jugendamts im Rhein-Lahr-Kreis stimmte die Politiker nachdenklich. Das Jugendamt des Landkreises hatte diese Sendung noch einmal vorgespielt, um so exemplarisch auch über seine tägliche Arbeit zu berichten.

CDU-Kreistagsabgeordneter Carsten Grallert erkundigte sich während der Aussprache bei Sozialdezernent Robert Wittkowski, in welchen Fällen der Landkreis Oldenburg Anzeigen erstatte – etwa beim Verdacht des Missbrauchs oder der Misshandlung. Dies machte Wittkowski von der Chance auf Erfolg abhängig: „Wenn eine Anzeige wenig aussichtsreich ist, haben wir mit unseren Mitarbeitern nie wieder die Chance, in diese Familien hinein zu kommen.“ In der Regel komme es jedoch zu Anzeigen, wenn die Kinder aus den Familien genommen und anderweitig untergebracht wurden, also in Sicherheit seien.

Umfangreich gestalte sich der Alltag hinsichtlich der Vorfälle und Verdachtsmomente auf Kindeswohlgefährdung. „Gerade der Montag ist ein sehr belebter Tag“, berichtete Wittkowski mit Blick auf häufiger klingelnde Telefone. „Auch deshalb haben wir ein Krisenbüro mit drei Teilzeitkräften eingerichtet, damit die Kollegen des ,Allgemeinen Sozialdienstes‘ nicht sofort aus ihrem Tagesgeschäft gerissen werden“, erläuterte Wittkowski.

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