„Die Profisorischen“ begeisterten mehr als 300 Besucher

Sie können es auch mit Instrumenten

Wildeshausen - (ck) · Eine Uraufführung und ein letztmalig live zelebriertes Solostück, urkomische Lieder und unglaublich Einfühlsames – präsentiert von acht außerordentlichen Gesangs-, Gestik- und Mimikakrobaten inmitten von archaisch wirkenden Gebäuden und alten Bäumen in einer lauen Sommernacht: „Die Profisorischen“ gaben auf dem Gelände vom Gut Spasche ein Open-Air-Konzert, an das die mehr als 300 Besucher noch lange und gern zurückdenken dürften.

Nur während der ersten drei Songs standen die A-Capella-Virtuosen mit ihren einheitlichen Anzügen komplett bekleidet vor dem Publikum. Danach: Jackett aus, Hemdkragen hoch, Knopf auf – „aber nicht zu weit, sonst fallen hier einige Frauen in Ohnmacht“, mahnte Daniel Kolloge, der mit seinem Bass-Gesang und als Moderator gleichermaßen überzeugte. Eng hintereinander intonierte die Gruppe dann ihre Version des Grönemeyer-Hits „Männer“. Die nehmen ja bekanntlich in den Arm, brauchen viel Zärtlichkeit und sind soo… verletzlich. All das demonstrierten die Akteure mit vollem Körpereinsatz.

Gleich darauf kam's auch schon zum eingangs erwähnten Abschluss mit einem Lied, das Björn Oltmann bisher geschmettert hatte: „Bass“. Weil er darin schon seit mehr als zehn Jahren der Damenwelt die Vorzüge von Männern mit tiefer Stimme verdeutlicht, „will er das jetzt nicht mehr und tut das jetzt das letzte Mal“, verriet Kolloge. Ob er seine Drohung wahr macht? Abwarten. Auf jeden Fall schlug dieses Werk ebenso ein wie die übrigen 14 sowie die Zugaben.

Die Premiere des Abends faszinierte die Fans der „Profisorischen“ dann aber doch ganz besonders: Ihre Eigenkomposition „Here comes Goodbye“ sangen sie zur Instrumentalbegleitung durch sich selbst: Daniel Kolloge spielte Gitarre, Martin Scheffler Bass, Fabian Reinke Keyboard, Matthias Kenkel Schlagzeug. Und wie! Die Aussage, dass sie zehn Jahre nach ihrem letzten Auftritt als Band-Mitglieder wohl den einen oder anderen Ton nicht getroffen hätten, mutete eher wie das Fischen nach Komplimenten an. Und selbst wenn: Hier kommt eben nichts aus der Konserve.

Anschließend leitete Grönemeyers „Alkohol“ zur Pause über, in der es natürlich nicht nur selbigen, sondern auch Promillefreies gab.

Und der zweite Durchgang toppte den bisherigen Verlauf des Abends noch einmal: Ebenfalls aus der Feder von Fabian Reinke als Komponist der starken Truppe stammt das Werk „Jungs vom Deich“ – und Solist Martin Scheffler brachte es emotional rüber: „Wo der Sturm das Meer an die Ufer treibt, da wollen wir leben, denn wir sind Jungs vom Deich.“ Fabian Reinke stand später mit „Schöner Norden ganz“, ehe Detlev Buschenlange einfach durch die Zuschauerreihen ging. Die Geschichte seines Verknalltseins in „Das hässlichste Mädchen der Welt“ ließ kein Auge trocken.

Es folgten noch ein sattes Metal-Medley und die Story vom „Bratislava-Lover“, ehe die Zuhörer noch vier Zugaben bekamen.

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