Gartenkultur-Musikfestival: Konzerte im Pfarrgarten und beim „Mikado“

Klezmer und Folk fürs Volk

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Mit zwei Konzerten klinken sich das Kultur- und Tagungshaus „Mikado“ sowie die evangelische Kirchengemeinde Harpstedt in das Gartenkultur-Musikfestival im Nordwesten des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen ein. Die Samtgemeinde übernimmt die Marketingpauschale in Höhe von 500 Euro. Für die beiden Veranstaltungen rühren hier Claudia Sanner (2.v.l.) und Birgit Blocksdorff (r.) vom „Mikado“, Pastor Gunnar Schulz-Achelis (l.) und Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes die Werbetrommel. ·

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenHORSTEDT/HARPSTEDT · Klezmer des Quintetts „Cladatje“ auf der Außenbühne des Horstedter Kultur- und Tagungshauses „Mikado“ soll Freunde jiddischen Liedguts am Sonntag, 11. August, 15 Uhr, teils tief berühren, mitunter aber auch richtig mitreißen. Folk fürs Volk verspricht das Quartett „Tiree“ den Besuchern des Pfarrgartens an der I. Kirchstraße in Harpstedt für Sonntag, 18. August, 18 Uhr. Mit diesen beiden Veranstaltungen bereichern das „Mikado“ und die evangelische Christusgemeinde das Gartenkultur-Musikfestival im Nordwesten, ein Projekt des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen.

Die Samtgemeinde Harpstedt springt als Geldgeber in die Bresche und übernimmt die Marketingpauschale in Höhe von 500 Euro für die professionelle Bewerbung der Events.

Für die evangelische Gemeinde sei das Festival schon eine wirklich gute Plattform, merkte Pastor Gunnar Schulz-Achelis gestern in einer Pressekonferenz an. „Wir stellen immer wieder fest, dass auch Interessierte kommen, die weiter entfernt wohnen.“ Die Festivalbeteiligung bedeute für die Samtgemeinde einen Imagegewinn, hob Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes hervor. „Ich hoffe, dass wir im Kommunalverbund bleiben und die Projekte auch mitmachen, die der Verbund auf den Weg bringt“, sagte er. „Wir müssen regional denken. Auch in Zukunft.“

Das Konzert am oder – bei schlechtem Wetter – im „Mikado“ werde, so Geschäftsführerin Claudia Sanner, von der Oldenburgischen Landschaft gefördert. Der Eintritt ist frei. Zwischen „Cladatje“ und dem Tagungshaus gibt es eine interessante Verbindung: David Hodgkinson (Akkordeon) hat mit seinem Orchester einer Bremer Schule für geistig Behinderte schon häufiger im „Mikado“ geprobt. Ihm und Clive Ford (Kontrabass, Gesang), dem Begründer des Ensembles, stehen mit Till Eversmeier (Geige), Edna Eversmeier (Geige, Gesang) und Kurt Kratzenberg (Gitarre, Mandoline) weitere exzellente Musiker zur Seite. „Cladatje“ verbreitet mit großer Spielfreude Lust auf Klezmer und entführt seine Zuhörer auf eine musikalische Reise von Osteuropa bis in den Orient. Vom schwungvollen jiddischen Lied, das vielleicht sogar zu einem Tänzchen animiert, bis zur tief melancholischen Weise reicht das Spektrum. Begleitend zum Musikgenuss können Besucher picknicken oder vor Ort angebotene Gaumenfreuden wie Bio-Grillwurst, auch in vegetarischer Alternative, selbst gebackenen Kuchen, Bio-Pinkusbier und Sommerbowle genießen. Wer Lust auf eine Runde Boule hat, nutzt den beim „Mikado“ dafür zur Verfügung stehenden Platz. Für größere Gruppen sind Platzreservierungen (Tel.: 04224/95 0 66) ratsam.

Das Quartett „Tiree“ aus Burkhard Schöning (Gesang, Gitarre, Gaita, Dudelsack, Drehleier) von „Raven“, Heidi Furche (Akkordeon, Percussion, Flöte, Gesang) aus Dötlingen, Kreismusikschullehrer Ulrich Meyer (Gitarre, E-Bass, Flöte, Bodhran, Percussion, Gesang) und Michaela Keil-Schmelz (Geige, Percussion, Gesang) steht für Independent Folk mit Anleihen an Jazz, Klassik sowie Musik aus der Singer-Songwriter-Szene, für keltische Folklore als roter Faden durch zahlreiche Eigenkompositionen sowie für eine intelligente Synthese aus Tradition und Moderne. Das Ensemble hat schon einige Preise eingeheimst, etwa 2004 beim Local-Heroes-Wettbewerb der Folk-Initiative Oldenburg. In Harpstedt serviert „Tiree“ unter anderem Material aus dem Album „Over the Moon“.

Begleitend dazu können sich die Besucher Guiness-Bier und Bratwurst schmecken lassen. Für Kinder stehen „Schaukel und Co.“ zur Verfügung. „Das wird ein echtes Familienkonzert“, so Pastor Schulz-Achelis. Ein Pavillon werde im Pfarrgarten aufgebaut, damit wenigstens das Publikum trocken bleibe, „wenn es nieseln sollte“. Als räumliche Ausweichlösung bei zu schlechtem Wetter kann die Christuskirche genutzt werden.

Vorverkaufskarten sind für zwölf Euro das Stück im Harpstedter Kirchenbüro, bei Schreibwaren Beuke in Harpstedt und in den Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung zu bekommen. An der Abendkasse kostet das Ticket 13 Euro.

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