Familie Sander beteiligt sich zum letzten Mal am Aktionstag der „Gartenkultour“ / Mittelalterliches Programm geplant

Kleinster Garten bietet große Vielfalt

Empfangen die Gäste in diesem Jahr im Mittelalter-Gewand: Dörte Eyben-Sander, Axel Sander und Sohn Justin.

Doetlingen - NEERSTEDT (ts) · Mit einem Programm der etwas anderen Art wollen sich Dörte Eyben-Sander, Axel Sander und Sohn Justin am Sonnabend und Sonntag, 26. und 27. Juni, von der „Dötlinger Gartenkultour“ verabschieden. Zum letzten Mal öffnen sie ihren Privatgarten am Kirchweg 4a in Neerstedt für die Besucher. „Sechs Jahre waren wir dann dabei“, sagt Eyben-Sander. „Es hat viel Spaß gemacht, aber jetzt brauchen wir eine Pause.“

Zum Abschluss ihrer Teilnahme an den Aktionstagen wollen die Neerstedter eine besondere Atmosphäre schaffen, und dabei spielt das Hobby der Familie eine große Rolle. Mit entsprechender Kostümierung, Bogenschießen und Stockbrot backen entführen sie in das Mittelalter.

Unter dem Motto „Alte Hofwerkstatt“ können die Besucher nicht nur auf dem Hof einige altertümliche Werkzeuge entdecken. „Die Gäste dürfen dieses Mal auch einen Blick in unser Wohnzimmer werfen“, verspricht Eyben-Sander. Hier findet sich die umfangreiche Sammlung aus dem Jahr 1900. Werkzeuge und andere Utensilien zieren dicht an dicht die Wände. „Aufgeteilt in verschiedene Bereiche“, sagt Sander. Zimmerei, Stellmacherei, Ackerbau, Torfabbau und alles rund um die Feuerstelle sind zu sehen. „Und wir leben mittendrin. Das ist quasi unsere Deko“, schmunzelt Eyben-Sander. Unzählige Kilometer auf Flohmärkten hat das Paar für diese Sammlung zurückgelegt. Auch bei Antiquitätenhändlern und im Internet wurden sie fündig. „Es sind zum Teil echt museale Stücke dabei“, sagt Eyben-Sander.

So vielfältig wie das Wohnzimmer gestaltet sich auch der romantische Familiengarten. „Wir haben versucht, verschiedene Räume zu schaffen“, erklärt Eyben-Sander. „So dass er etwas größer wirkt und man um die Ecken schauen muss, wo es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.“ Obwohl der Garten am Kirchweg der kleinste der teilnehmenden Sommergärten ist, stößt er bei den Besuchern auf großes Interesse. „Einfach weil er die typische Gartengröße hat“, so die Neerstedterin. „Viele Gartenbesitzer holen sich hier Anregungen, was auf kleinerem Raum realisierbar ist.“

Die Besucher können auf vielen Wegen das private Refugium entdecken. Sie führen vorbei an Fingerhut, Mammutblatt und Frauenmantel zu lauschigen Winkeln und verborgenen Sitzplätzen. Akustisch wird der Spaziergang durch das Grün vom Wassergeplätscher begleitet. Ein kleiner Bachlauf verbindet versteckte Teiche. Überall sind dekorative Blickfänge zu entdecken – einige spiegeln das Hobby der Sanders wider. „Zum Beispiel die steinernen Drachen hier“, zeigt Eyben-Sander ins Grün, ehe sich eine mittelalterliche Sitzecke auftut. Gleich nebenan finden sich Gewächshaus und „Wirtschaftsbereich“. Hier wachsen unter anderem Stauden, die am Wochenende auch auf dem Staudenflohmarkt auf dem Hof erhältlich sind.

Um den Gästen einen angenehmen Aufenthalt zu bereiten, wird nicht nur für mit Kissen ausgestattete Sitzecken gesorgt. Auf der Terrasse wird zudem Fliederbeersaft gereicht. Verweilen und entdecken können die Besuchern an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter http://www.doetlinger-gartenkultour.de.

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