Ausschusssitzung mit Seltenheitswert: Unterbrechung für 20 Minuten

Keinen Zuschuss für den VfL

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Es hat zweifelsohne Seltenheitswert, dass eine Fachausschusssitzung mal eben für 20 Minuten nichtöffentlich gemacht wird. So geschehen gestern Abend während der Sitzung des städtischen Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie. Und dass, um festzustellen, dass die Mittel der Stadt aus dem „Bildungs- und Teilhabepaket“ aufgebraucht sind.

Ausschussvorsitzender Walter Panschar erklärte nach der Unterbrechung, dass das Geld in die Schulsozialarbeit geflossen ist. Für den VfL Wittekind hieß das zugleich, dass ihm die beantragten 2 400 Euro für Integrations- und Inklusionsarbeit des FSJlers Valdrin Stubbla nicht gewährt werden können. Denn bei drei Enthaltungen (CDU) sprach sich das Gremium deutlich gegen eine solche Zahlung aus den Mitteln der Kreisstadt aus.

Ottmar Jöckel, stellvertretender Vorsitzender/Finanzen im VfL, war es, der den Politikern aufzeigte, wofür dieses Geld benötigt wird. Dabei machte er deutlich, dass eigentlich die Summe von 4 800 Euro benötigt würde, 50 Prozent jedoch vom VfL getragen würden: „Dieses Geld soll nicht etwa dafür sein, den FSJler zu bezahlen, dass übernimmt der Verein. Damit sollen vielmehr wichtige Projekte ge-stemmt werden. Denn wir haben es uns auf die Fahnen geschrieben intensiv Integrations- und Inklusionsarbeit zu übernehmen.

Stubbla wird im VfL in einem Modellversuch in diesem Bereich eingesetzt. Auf Anforderungen werden andere Wildeshauser Vereine von ihm unterstützt. „Eine enge Zusammenarbeit ohne Kosten erfolgt zum Beispiel mit dem SC Wildeshausen, der DLRG und dem Schwimmverein“, machte Jöckel deutlich. Damit sei klar, dass das Geld nicht ausschließlich für den VfL gedacht sei.

Bürgermeister Kian Shahidi kritisierte schon zu Beginn eine solche Vorgehensweise: „Wir haben in der Stadt sehr, sehr viele Ehrenamtliche, die sich für die Integration stark machen. Dann müssten wir auch die einbeziehen und eventuell bezuschussen.“ Eine Aussage die Jöckel absolut nicht verstehen konnte. „Das ist ja in Ordnung, aber von den Angesprochenen hat bislang doch noch niemand einen Antrag gestellt“, betonte er während der Sitzungsunterbrechung.

Wolfgang Sasse (CDU), VfL-Vorsitzender, erwähnte noch einmal ganz deutlich, dass dieser Antrag legitim sei: „Ich habe mich beim Landkreis, der bekanntlich die Mittel aus dem ,Bildungs- und Teilhabepaket‘ an die Kommunen auszahlt, schlau gemacht. Dort wurde mir ganz klar gesagt, dass diese Projekte zuschussfähig sind und wir uns an die Stadt wenden sollen.“

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