Sasse möchte Neubau in der Pagenmarsch komplett neu überdenken

„Keine Wellblechhütte für die Freiwillige Feuerwehr“

Noch türmen sich auf dem Baugelände in der Pagenmarsch die riesigen Erdhalden.
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Noch türmen sich auf dem Baugelände in der Pagenmarsch die riesigen Erdhalden.

Wildeshausen - Von Joachim DeckerDie Sanierung der Pagenmarsch mit der Kostenexplosion ist derzeit in aller Munde. Bleibt zu hoffen, dass die nun veranschlagte Summe ausreicht. Die WZ haben mit dem Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion, Wolfgang Sasse gesprochen, der zu diesem Thema noch ganz andere Aspekte ins Spiel bringt: Nämlich ein komplettes Überdenken der Planungen für den Feuerwehrhaus-Neubau in der Kreisstadt.

„Die Fragen zur Sanierung der Pagenmarsch, zum Neubau des Feuerwehrhauses und zur möglichen Nachnutzung der jetzigen Feuerwehr-Liegenschaft sind Themen, die ich nicht so einfach beantworten kann. Außerdem hat es bislang noch keine Abstimmungen in der Fraktion und mit anderen Parteien gegeben“, betont Sasse.“ Somit könne er zurzeit nur einige persönliche Ideen und Überlegungen einbringen.

Als sehr wichtig sieht es der CDU-Politiker an, dass die Planung für den Neubau des Feuerwehrhauses nach der Sanierung der Fläche überarbeitet wird. Dafür gebe es mehrere Gründe: „Zunächst wird aber die Sanierung der Pagenmarsch vollständig abgeschlossen. Parallel wird der Vorgang begleitet und geprüft, wer für dieses Desaster verantwortlich ist, und ob dafür jemand in Regress genommen werden kann.“

Prüfen möchte Sasse auch die zeitliche Planung und die finanziellen Voraussetzungen für ein neues Feuerwehrhaus: „Ein Schnellschuss mit einer einfachen Wellblechhütte als Gebäude hilft keinem. Dazu sind uns die Feuerwehr und die anderen ehrenamtlichen Hilfsorganisationen einfach zu wichtig.“ Daher müsse seiner Meinung nach die Planung für den Neubau noch einmal komplett überarbeitet werden: „Und komplett bedeutet für mich die optimale Nutzung der Fläche ohne die vorgesehenen Wälle mit einem Maß von zwölf bis 15 Metern.“

Aber Sasse geht sogar noch einen großen Schritt weiter: „Denkbar und zu prüfen sind auch der Bau eines kompletten Rettungszentrums in einem Gebäude und weiteren Bauten mit bezahlbarem Wohnraum. Mit diesen könnte ein wunderbarer Übergang zur Bebauung erfolgen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das Projekt ,Neubau Feuerwehrhaus‘ aus zwingenden Gründen um ein Jahr verschieben. Dann ist das Hallenbad erledigt, und wir können uns voll und ganz auf dieses Großprojekt konzentrieren.“

Damit wolle sich laut Sasse die CDU-Fraktion gemeinsam mit möglichen Nutzern und den anderen interessierten Fraktionen befassen und versuchen, eine optimale Lösung auf den Weg zu bringen: „Daher kann ich derzeit auch zur vorgeschlagenen Nachnutzung des alten Feuerwehrhauses keine verbindliche Aussage treffen. Die bisher vorgestellten Ideen sind gut und müssen bei der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigt werden.“

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