Schulgründer Wolfgang Rixen: „Es gab keine Absprachen mit der Stadt“

„Keine Vorteilsnahme“

Idyllisch gelegen: Investor Wolfgang Rixen hat die Privatschule Gut Spascher Sand errichtet.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) n „Es gab weder interne Absprachen noch Vorteilsnahmen zwischen der Stadt und uns. Das weisen wir entschieden zurück.“ Mit diesen Worten reagieren Renate und Wolfgang Rixen auf einen Bericht unserer Zeitung, dass den Schulgründern auf Gut Spasche zu geringe Kanalbaubeiträge in Rechnung gestellt worden seien.

In einer Stellungnahme zeigte sich die beiden tief betroffen und verwiesen darauf, dass sie vor über sieben Jahren, als sie ihr privates und versteuertes Geld in Bildung unserer Kinder investieren wollten, in Wildeshausen mit Hilfe ihres Architekten den Kontakt zum damaligen Bürgermeister Franz Duin und dem Ersten Stadtrat Willi Möser bekommen hätten. „Die beiden haben sich sehr engagiert“, so Rixen gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. „Auch fanden wir ein Klima im Stadtrat vor, von dem wir den Eindruck hatten, dass es sich lohnt, in dieser Stadt soziales Engagement zu zeigen.“

Über den von der Stadt damals erteilten Abgabenbescheid über Kanalbaubeiträge über 70 000 Euro sei er erstaunt und verärgert gewesen, so Rixen. „In meiner Heimat gibt es so etwas überhaupt nicht.“ Zudem habe er sich gefragt, warum so etwas gezahlt werden müsse, wenn doch schon ein Kanal vorhanden sei. „Wir baten daher die Stadt um Rückstellung eines Teils der Gebühren, da viele der bebaubaren Flächen überhaupt noch nicht bebaut waren und sind, also noch nicht genutzt wurden und werden“, so Rixen. Von einer Summe in Höhe von 300 000 Euro, wie sie in unserer Zeitung genannt wurde, habe er nie vorher etwas gehört. „Und wenn ich das gewusst hätte, dann hätten wir hier nie eine Schule aufgebaut“, so der Investor aus Solingen. Er verweist darauf, dass der Anschluss des Kanals an das System der Kaserne in Verhandlungen mit der Bundeswehr erreicht worden sei. „Während der Planungsphase zeigte es sich, dass auf dem erworbenen Gelände kein Kanalanschluss vorhanden war und eine eigene neue Kläranlage nicht genehmigt werden würde. Es wurde von der Stadt der Bau eines Kanals beziehungsweise Kanalanschlusses verlangt“, schreibt Wolfang Rixen in einer Stellungnahme. Da dieser Kanal aber nur über die Glaner Straße möglich gewesen wäre, hätte der Kanal über privates Gelände geführt werden müssen. Der Eigentümer habe das aber abgelehnt. Die Bundeswehr habe dann den Anschluss des Kanals vertraglich erlaubt, allerdings habe sich Rixen verpflichten müssen, auch für die Kosten der Instandhaltung des Bundeswehrkanals mit aufzukommen. „Daran ist nichts ungewöhnlich“, so Rixen. „Der Kanalanschluss hat uns übrigens 120 000 Euro gekostet.“

Ungeklärt ist, warum die Stadt eine niedrigere Kanalbauabgabe in Rechnung gestellt hat, als vorgeschrieben (siehe nebenstehenden Bericht). Eine solche Nachforderung würde er auch nicht akzeptieren, betonte Rixen. „Selbst wenn es die Behördenfrist zulassen sollte.“

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