Mittelstandsvereinigung fragt sich, welche Ziele der Bürgermeister verfolgt / Stillstand vorgeworfen

„Katastrophale Weichenstellung für Stadt“

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · „Wohin steuert Wildeshausen?“ Das fragt sich der Vorstand der Mittelstandsvereinigung (MIT) Wildeshausen nach den neusten Entwicklungen einmal mehr. Nachdem der Bürgermeister nach Meinung des MIT-Vorstands durch einen „geschickt eingefädelten Coup“ die Politik zu einem „Aus“ der GEG gedrängt hat, stelle sich die Frage, welche Ziele Kian Shahidi eigentlich verfolge.

Nach Ansicht der MIT sei aktuell überhaupt keine Richtung erkennbar. „Es bewegt sich nichts mehr in Wildeshausen. Die Stimmung ist so schlecht wie noch nie“, so Vorstandssprecher Manfred Wulf. Vertreter der UWG nutzten jede Gelegenheit, auf die im Rat vertretenen Unternehmer ein zu dreschen und betrieben nach wie vor aktiv ihre Verhinderungspolitik, ohne überhaupt Ziele zu nennen. In dieser Situation wäre es für den Bürgermeister längst an der Zeit, zwischen den einzelnen Parteien zu moderieren, so wie es unter den Vorgängern der Fall war. „Bis heute leider Fehlanzeige: Unser Bürgermeister ist in den regionalen Medien immer gut vertreten und kommt beim Volk sehr gut an, wenn es um publikumswirksame Themen geht“, heißt es aus Reihen des MIT-Vorstands, „wenn die Themen etwas brisanter werden, wird es inhaltlich meist sehr dünn. In den Zeitungen lesen wir immer wieder, dass der Bürgermeister dieses oder jenes Thema noch nicht kommentieren möchte.“

Mit der aktuellen Ratsvorlage der Verwaltung, die GEG als Hülle weiterzuführen, sei der Bürgermeister einen unliebsamen Partner losgeworden. Dass die GEG, die durch ihren Aufgabenbereich der Wirtschaftsförderung und der Akquise neuer Unternehmen gerade in diesen Zeiten von besonderer Bedeutung sei, bleibe dabei unberücksichtigt. Hinzu komme der neue Stil in der Kommunikation.

Wulf: „So wie sich vor kurzem Investor Rixen eine bessere Kommunikation mit der Verwaltung – wie zu Zeiten Franz Duins – gewünscht hat, dürfte es in diesem Fall sicherlich auch dem Geschäftsführer der GEG gegangen sein. Das Thema wurde im Vorfeld mit Hermann Busch gar nicht besprochen. Guter Führungsstil sieht anders aus.“

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