Personal und Aufgaben bleiben

Katasteramt ändert nur den Namen

Das Schild „Katasteramt“ bleibt der Wildeshauser „Dienststelle“ des neuen Landesbetriebs erhalten.

Oldenburg - LANDKREIS/WILDESHAUSEN (ck) · Ohne Beschneidung von Kompetenzen und ohne personelle Einschnitte überstand das Katasteramt Wildeshausen die jüngste vom Land verordnete Reform: Die erste Woche des neuen „Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen“ (LGLN) haben die Mitarbeiter dieser Außenstelle nun fast hinter sich.

Zur Erinnerung: Am 31. Dezember endete die nur fünfjährige Ära der „Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften“ (GLL) mit ihren insgesamt 14 Standorten – unter anderem in Oldenburg und Cloppenburg. Diese Kontaktadressen bleiben erhalten, allerdings laufen sie nun unter der Regie des Landesamts als „Regionaldirektionen“. Die Katasterämter heißen jetzt „Dienststellen“. „Das Schild mit dem Namen ,Katasteramt‘ lassen wir aber, wie es ist“, berichtete gestern Dieter Beuse von der Cloppenburger Behörde – pardon: Regionaldirektion.

Beuse erinnerte daran, dass sich Kommunal- und Landespolitiker aller Couleur für den Erhalt der Standorte stark gemacht hätten. Die bisherigen 14 Behörden behalten ihr bekanntes fachlichen Aufgabenspektrum. Die örtlichen Zuständigkeitsbereiche entsprechen den Amtsbezirken der bisherigen GLL. Die Landesvermessung und Geobasisinformation wird als Landesbetrieb innerhalb des Landesamtes geführt. Die Bürger dürften von der Veränderung kaum etwas mitbekommen.

Auch die in Wildeshausen beschäftigten Mitarbeiter bleiben in der Kreisstadt. Mehr kommen allerdings auch nicht hinzu, obwohl der Bezirk des Katasteramts im Zuge der jüngsten Reform um die drei Kommunen Hatten, Hude und Wardenburg anwuchs. Das Personal wurde hingegen noch nicht von Oldenburg nach Wildeshausen versetzt.

Mit der Umstrukturierung will die Landesregierung ihren Kurs der Verwaltungsmodernisierung und Haushaltskonsolidierung fortsetzen. Der Hauptsitz des LGLN ist in Hannover. Im neuen Landesamt werden die Aufgaben der bisherigen „Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften“ sowie des „Landesbetriebs Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachsen“ (LGN) zusammengefasst.

Ziel dieser Organisationsänderung ist eine weitere Steigerung von Wirtschaftlichkeit und die Entlastung des Landeshaushalts. Die Organisationsänderung ermöglicht den Abbau von rund 360 Stellen bis zum Jahr 2015. Vor allem sollen einige durch Ruhestand frei gewordene Stellen nicht mehr neu besetzt werden. Dies muss nicht unbedingt mit Mehrarbeit für die verbleibenden Kollegen einher gehen, denn zum Beispiel registrieren die Fachleute seit Jahren eine rückläufige Zahl der neu zu bildenden Bauplätze. Deshalb sind auch weniger Gebäude zu vermessen und ins Kataster einzutragen.

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