Harpstedter Kirchen-Stiftung

Kapitalstock überschreitet die 300.000-Euro-Marke

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Die Volksbank Wildeshauser Geest hat das neue Mobiliar fürs Pfarrhaus bezuschusst, und der Landessparkasse (LzO) verdankt die Kirchen-Stiftung erkleckliche Einnahmen aus dem jüngsten Konzert der „Jungen Tenöre“. Daher ging ein dickes Dankeschön des Kuratoriums an die beiden Geldinstitute – wie auch an alle weiteren Zustifter. V.l.: Matthias Poppe (Volksbank), Manfred Sander, Brigitte Wilke, Herwig Wöbse, Dieter Claußen, Christina Bitter (LzO), Pastor Gunnar Schulz-Achelis und Klaus Corleis. ·

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Die Harpstedter Kirchen-Stiftung der evangelischen Christusgemeinde habe die 300 000-Euro-Marke in ihrem Kapitalstock überschritten, vermeldete gestern der Kuratoriumsvorsitzende Dieter Claußen während einer Pressekonferenz im „Ersten Pfarrhaus“.

„Eine bemerkenswerte Summe. Wir sind sehr stolz darauf“, sagte er und verband dies mit einem Dankeschön an alle Spender. 2013 hatte sich der Kapitalbestand von 269 216,54 auf 295 819,20 Euro erhöht. Nicht inklusive ist der Bonus auf die Zustiftungen aus dem zweiten Halbjahr seitens der Landeskirche und der Kirchengemeinde, durch den sich der Betrag um 8551,69 Euro erhöht.

Etwa 4 300 Euro hat kürzlich das von der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) gesponserte Benefizkonzert der „Jungen Tenöre“ in den Kapitalstock gespült. 1 210 Euro brachte die Kollekte im Rahmen des Adventskonzerts der Chöre und Musikgruppen ein. Jeweils dreistellige Beträge kamen bei anderen musischen Veranstaltungen in der Christuskirche zusammen. Die Einnahmen der Stiftung lagen 2013 mit 26 602,66 Euro (ohne Bonus) fast doppelt so hoch wie 2012 (14 473,67 Euro). Und die Zinserträge erreichten mit 5 777,10 Euro ein neues Rekordniveau. Die Stiftung verdankt dies einer weitsichtigen – langfristigen – Geldanlage. Auf ihr Kapital bekommt sie noch rund fünf Jahre lang gut zwei Prozent, wie Kuratoriumsmitglied Manfred Sander erläuterte. „Wir spekulieren nicht“, stellte Dieter Claußen klar. „Wir haben die Kapitalsicherheit im Auge“, versicherte Sander. Bleibt das Zinsniveau auf Jahre hinaus auf sehr niedrigem Niveau, so hätte das naturgemäß niedrige Ausschüttungen zur Folge. Die Stiftung darf ihren Kapitalstock nicht antasten. Nur die Zinserträge stehen zur Verfügung, um etwa die Kinder- und Jugendarbeit oder auch die Kirchenmusik zu unterstützen.

Von den erwirtschafteten „Früchten“ des „Stiftungsbaums“ flossen 2013 allein 3 400 Euro in die Anschaffung von 30 Stühlen und sechs Tischen für das „Erste Pfarrhaus“. Das entspricht der Hälfte der Kosten. An der Finanzierung des neuen Mobiliars, das den Konfirmanden ebenso zugute kommt wie Gesprächskreisen, Krabbel- und Musikgruppen, hat sich auch die Volksbank Wildeshauser Geest mit 600 Euro beteiligt. Den großen Rest bezahlte die Kirchengemeinde. Die Stiftung unterstützte außerdem die Teilnahme von sechs jugendlichen Kindergottesdienstmitarbeiterinnen an einem landeskirchlichen Praxistag in Hildesheim durch Übernahme von Fahrtkosten, ferner Teilnahmen von Teamern an Jugendgruppenleiterschulungen und Erste-Hilfe-Kursen, einen Bläserworkshop des Harpstedter Posaunenchores mit den Chören aus Wildeshausen und Dötlingen, die Vorstellung des Konzeptes des integrativen Jugendtreffs „Die Kernigen“ beim „Markt der Möglichkeiten“ auf dem Kirchentag in Hamburg (Zuschuss zur Deckung von Übernachtungs- und Fahrtkosten), farbenfrohe Auftrittskleidung für den Afrikachor „Agama“ sowie die Anschaffung von 20 Kaffeegedecken für das „Alte Pfarrhaus“ und eines speziellen CD-Players mit guten Lautsprechern. Letzteres Equipment ermöglicht Chören das Einüben und Aufführen von Musikstücken im Halb-Playback.

„Mit über 20 000 Euro aus Zinserträgen hat die Stiftung seit ihrer Gründung schon mehr als 50 Projekte bedacht“, fasste Pastor Gunnar Schulz-Achelis zusammen. Auch die Ausschüttungen aus den Zinserträgen 2013 sind zu einem guten Teil bereits verplant, Zuschussanträge im Verlauf des Jahres aber durchaus noch möglich, wie Kuratoriumsmitglied Herwig Wöbse betonte.

Geld soll unter anderem in einen Gemeindeausflug zur Landesgartenschau am 17. Mai mit Auftritt des Harpstedter Posaunenchors auf der Kirchenbühne fließen, ebenso in die Anschaffung von 15 Notenheften im Vorfeld eines Bläserworkshops Mitte März. Außerdem wird aus den Zinsen das Honorar bezahlt, das Hermann Greve, Gemeindearchivar in Weyhe, für eine Vortragsveranstaltung erhält: Er erinnert am 19. September ab 19 Uhr an den 80. Todestag von Pastor Adolf Schulz, der von den Nationalsozialisten in den Selbstmord getrieben worden sein soll (Eintritt frei).

Zum nächsten Stiftungsmahl mit Spargel-Buffet im Gasthaus „Hackfeld‘s Dorfkrug“ in Klein Ippener erwartet die Kirchen-Stiftung am Mittwoch, 18. Juni, Landessuperintendent Dr. Burghard Krause als Festredner. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr.

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