Jahreshauptversammlung: Schützenverein Lüerte-Holzhausen ohne Vereinsspitze / Findungsgruppe

Kapitäne gehen von Bord

Letzte Amtshandlung: Jürgen Reineberg (links) beförderte Gerold Meyer-Nicolaus zum Major.

Wildeshausen - LÜERTE (ll) · Das Vereinsschiff des SV Lüerte-Holzhausen treibt zurzeit führerlos umher, der Kapitän ist von Bord gegangen. Vor Jahresfrist hatte Vorsitzender Jürgen Reineberg signalisiert, dass er für eine weitere Amtsperiode nicht zur Verfügung steht.

Die Position des zweiten Vorsitzenden stand ebenfalls zur Wahl, kommissarisch hatte Holger Siemer diesen Posten inne. Weder Vorstand noch Jahreshauptversammlung konnten am Freitag Vorschläge nennen, so dass die Posten vakant sind. Damit bekam der traditionsreiche Verein nach 2008, als es keinen Schützenkönig gab, die zweite „Schramme“ in sein so tadelloses Image geritzt.

Mit Onno Langhorst, Hergen Stolle und Jens Kuraschinski bestimmte die Versammlung eine Findungskommission. Nach dem Vereinsrecht ist der Verein gehalten, innerhalb eines halben Jahres einen Vorstand zu stellen. Ist er dazu nicht in der Lage, beauftragt das Gericht ein Anwaltsbüro mit der Leitung, was natürlich kostenpflichtig ist. Sportleiter Dirk Depken, zweite Damenleiterin Erika Albrecht und der zweite Jugendwart Michael Kassner wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die von Jan-Justus Sprenger frei gemachte Position des zweiten Kassenwartes übernahm Bernhard Spille.

Der scheidende Vorsitzende Jürgen Reineberg ließ das verflossene Jahr nochmals Revue passieren. Herausragendes Ereignis war einmal mehr das Schützenfest, das zusammen mit dem Bundesschützenfest des Schützenbundes Wildeshausen gefeiert wurde. Leider fiel es wieder einmal mit einer Fußball-WM zusammen, am Schützenfestsonntag stand das Spiel gegen England auf dem Plan.

Der geplante Zaun entlang der Schießbahn wurde gesetzt. Dank der Firma Scheele, die einen Fachmann und schweres Gerät zur Verfügung stellte, konnten die Arbeiten zügig bewältigt werden. „Hier hätte ich mir einige helfende Hände mehr von den Mitgliedern gewünscht“, kritisiert Reineberg.

Die Überprüfung des Schießstandes durch einen Schießstandsachverständigen ist bis auf kleine Beanstandungen problemlos über die Bühne gegangen, das Gutachten liegt vor. Zum Schluss bedankte sich Jürgen Reineberg bei seinen Vorstandskollegen für die Unterstützung während seiner Amtszeit, um gleichzeitig auch Kritik bei den Mitgliedern anzubringen: „Es muss mehr Unterstützung, Aktivität und Engagement kommen. Es ist schwierig, gute Vorstandsarbeit zu leisten, wenn die Mannschaft nicht dahinter steht. Schaffen wir es nicht, künftig wieder als Gemeinschaft aufzutreten, sehe ich schwarz.“

Die Mitglieder-Bewegung tendiert nach unten. Zwei Aufnahmen stehen zehn Abgängen gegenüber. Die aktuelle Stärke beträgt etwa 190 Mitglieder. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden rund 1 400 Euro erwirtschaftet. Dadurch war es möglich, weitere „Baustein-Kredite“ an die Mitglieder zurückzuzahlen. Reinebergs letzte Amtshandlung war die Beförderung des Schatzmeisters Gerold Meyer-Nicolaus zum Major.

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