Viehvermarktung verabschiedet Claus Grote aus dem Aufsichtsrat

Kapitän verlässt die Brücke

Claus Grote (Mitte) – hier im Bild mit Heinrich Dittmer-Hohnholz (l.), Heiner Göbberd (2.v.r.) und Herwig Wöbse (r.) – freute sich über einen Gutschein für zwei Personen für das Hamburger Derby, seine Frau Elisabeth (2.v.l.) über einen Blumenstrauß. ·
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Claus Grote (Mitte) – hier im Bild mit Heinrich Dittmer-Hohnholz (l.), Heiner Göbberd (2.v.r.) und Herwig Wöbse (r.) – freute sich über einen Gutschein für zwei Personen für das Hamburger Derby, seine Frau Elisabeth (2.v.l.) über einen Blumenstrauß. ·

Harpstedt - Von Martin Siemer„Ich verlasse die Kommandobrücke, aber ich bin mir sicher, dass meine Nachfolger das Schiff auf Kurs halten werden.“ Mit etwas Wehmut verabschiedete sich Claus Grote am Donnerstagabend nach fast 30 Jahren an der Spitze des Aufsichtsrates der Viehvermarktung (VVG) Harpstedt. Der 62-Jährige kandidierte während der Generalversammlung im „Marktkieker“ entsprechend der Satzung nicht erneut für einen Sitz in dem Gremium.

Vorstandsmitglied Herwig Wöbse ließ das jahrzehntelange Wirken Grotes in einer kurzen Laudatio Revue passieren. „Für die Kunden und Mitglieder bist du das Gesicht der Viehvermarktung“, sagte er. Grote habe stets zum Wohle der VVG gewirkt. Die Geschäftstätigkeit sei kein Selbstzweck. „Bei uns ist das Geld der Mitglieder sicher. Das zeichnet uns als Genossenschaft aus. Und das ist auch Claus Grote zu verdanken.“

Zum Abschied erhielt der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende einen Gutschein für zwei Personen für das Hamburger Reitderby. Pferdeliebhaber Grote wird das Event gemeinsam mit seiner Ehefrau Elisabeth besuchen. Einen Nachrücker wird es für ihn nicht geben. Der Aufsichtsrat „verschlankt“ sich auf vier Personen. Ihm gehören jetzt Heinrich Dittmer-Hohnholz, Urte Kolweyh, Eike Bruns und Jürgen Evers an. Wer neuer Vorsitzender wird, ist noch offen.

Der Geschäftsbericht, den Geschäftsführer Heiner Göbberd und sein Stellvertreter Hartmut Wenke vorstellten, war durchweg positiv.

Sowohl bei Schlachtrindern als auch bei Schlachtschweinen verzeichnete die Genossenschaft Umsatzsteigerungen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 1883 Schlachtrinder gehandelt mit einem Durchschnittspreis von 1 062 Euro. Der Erlös je Tier lag um 145 Euro über dem Niveau des Vorjahres. 85 050 Schlachtschweine setzte die Viehvermarktung um. Hier betrug der durchschnittliche Erlös 143 Euro, 15 Euro mehr als 2010.

Ähnlich sieht es beim Nutzvieh aus. Insgesamt 83 476 Nutzrinder, Kälber, Sauen und Eber sowie Ferkel wurden gehandelt, 3 212 Tiere mehr als im Vorjahr. Und auch die ersten zehn Monate dieses Jahres lassen einen positiven Trend erkennen. 11 911 Tiere mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres konnten umgesetzt werden.

Der Bilanzgewinn in Höhe von 23 988 Euro wird den Rücklagen zugeführt. Dafür sprachen sich die Mitglieder bei einer Gegenstimme aus. Im Anschluss an die Regularien gab Dirk Clausen vom Veterinäramt des Landkreises Oldenburg einen Einblick in die aktuelle Tierseuchenlage.

Joachim Schulz, Diplom-Ingenieur bei der Landwirtschaftskammer, stellte die Möglichkeiten der Homöopathie in der Tierhaltung vor, zeigte aber auch die Grenzen für den landwirtschaftlichen Betrieb auf.

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