„Go! Reisen“-Filiale in Harpstedt verzeichnete 2011 gutes Buchungsaufkommen

Kanaren zählen zu den bevorzugten Winterzielen

Harpstedt - Von Jürgen BohlkenWohin zieht es den nicht gerade von der Sonne verwöhnten Norddeutschen, der über den Jahreswechsel dem Schmuddelwetter entfliehen will? „Die kanarischen Inseln werden besonders stark nachgefragt“, verrät Anna Junge aus der Harpstedter Filiale der „Go! Reisen“ GmbH. Ägypten rangiere ebenso weit oben auf der Liste der in der kalten Jahreszeit beliebtesten Ziele. Und die Türkei? „Die läuft sowieso immer gut“, sagt die 25-Jährige.

Einen regelrechten Boom erlebten Kreuzfahrten, erläutert die Reiseverkehrskauffrau gegenüber der Kreiszeitung. „Die Nachfrage ist groß, auch hier in Harpstedt. Die Leute haben längst mitbekommen, dass es mittlerweile richtig tolle Schiffe und großartige Angebote gibt.“

Buchungen in Ski-Urlaubszielen verzeichnet „Go! Reisen“ weniger häufig. Daraus zu schließen, der Winterurlaub habe an Attraktivität eingebüßt, wäre allerdings vermessen. Touristen, die gute Ski- und Rodel-Bedingungen schätzen, buchen Hotels und Pensionen nicht selten individuell, statt den Weg über das Reisebüro zu gehen.

Im Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate spricht Anna Junge von einem „sehr guten Buchungsaufkommen“. Die Nachfrage sei deutlich größer als 2010 gewesen, als der Feuer speiende Vulkan Eyjafjallajökull auf Island den Flugverkehr erheblich beeinträchtigte und den Reiseveranstaltern die Saison ein Stück weit verhagelte. Auch habe die Branche damals noch unter den Folgen der vorangegangenen Wirtschaftskrise gelitten.

Dass viele Frühbucher den kommenden Sommerurlaub schon im November gebucht haben, kommt nicht von ungefähr. „Die Rabatte sind gestaffelt“, weiß Anna Junge. Will heißen: Je mehr Zeit der Kunde verstreichen lässt, desto weniger kann er sparen. Noch bis Januar, teils bis Februar, würden Frühbucher-Rabatte für Reisen in den Sommermonaten gewährt.

In zunehmendem Maße entdecken Touristen die Buchungsmöglichkeiten über das Worldwide Web für sich. Diese Konkurrenz redet Anna Junge nicht weg. „Es kommt sogar vor, dass Leute sich bei uns Angebote einholen und dann im Internet buchen“, bedauert sie. Das Web bietet Vergleichsportale, die dem Kunden das Herauspicken der günstigsten Flüge und Hotels erleichtern. Die persönliche Beratung aber ersetzt es nicht. „Natürlich sind auch wir in der Lage, die Leistungen der verschiedenen Reiseveranstalter zu vergleichen und für unsere Kunden die kostengünstigsten Angebote herauszusuchen“, betont Anna Junge. Wenn sich das Buchungsaufkommen weiterhin auf einem so hohen Niveau wie in diesem Jahr bewegt, ist ihr um die Zukunft der Reisebüros nicht bange.

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