Enttäuschte Gesichter nach Abschluss der Unterrichtsreihe „Fit for Future“

Jugendliche nutzen ihre Chance nicht

Zeigten sich gestern recht enttäuscht: Dorothea Debbeler, Birte Saland, Manfred Huisinga, Jörg Skrzippek, Florian Schnelle und Danica Schulz (von links). ·
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Zeigten sich gestern recht enttäuscht: Dorothea Debbeler, Birte Saland, Manfred Huisinga, Jörg Skrzippek, Florian Schnelle und Danica Schulz (von links). ·

Wildeshausen - Die Enttäuschung stand den Verantwortlichen gestern Nachmittag ins Gesicht geschrieben: Sollten in den Räumen der Volkshochschule Wildeshausen die Absolventen der AG-ähnlichen PC-Unterrichtsreihe „Fit for Future“, die sich über fast neun Monate hingezogen hatte, ihre Zertifikate entgegennehmen, so hatten sich die Hunte- und Realschüler schon verdrückt.

Dozent Florian Schnelle und Manfred Huisinga machten deutlich, dass dieser Kurs ohnehin nicht so zufrieden stellend gelaufen sei wie gehofft.

So hätten zwar elf der 13 Teilnehmer ein Zertifikat erhalten, aber dabei handele es sich im wahrsten Sinne um eine abgespeckte Version. Es sage lediglich aus, dass der Absolvent, ähnlich eines Grundkurses, eine gewisse PC-Kompetenz aufweist. Angedacht war noch eine zweite Prüfung zur Erlangung des „Xpert Computerpasses“.

Verärgert zeigten sich auch die Sozialpädagogin der Realschule, Birte Saland, sowie die Klassenlehrerin der Hunteschule, Danica Schulz: „Schon der Beginn der Unterrichtsreihe ist etwas holprig gelaufen, die Schulen sind relativ spät informiert worden.“ Das aber solle nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Jugendlichen, bei denen es sich überwiegend um Schüler mit Migrationshintergrund gehandelt habe, kein Engagement gezeigt und ihre Chance nicht genutzt haben: „Immerhin stehen sie kurz vor dem Schritt in den Beruf. Da wäre diese Ausbildung gerade gut gewesen.“

Dorothea Debbeler, Integrationsbeauftragte des Landkreises, sah die Sache ebenso. Es könne nicht sein, dass die jungen Menschen diese Möglichkeit nicht wahrnähmen: „Allerdings sollten wir nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Vielmehr sollten wir uns vor Beginn des nächsten Kurses zusammensetzen, damit Schwierigkeiten abgewendet werden können. Immer gibt es viele Schüler, die Interesse daran zeigen.“

Schnelle machte deutliche, dass auch jetzt durchaus ein paar „pfiffige Kerle“ dabei gewesen seien. „Auf der anderen Seite aber haben einige Teilnehmer die ganze Sache nicht ernst genommen, sind gekommen, wann sie wollten.“

Verstehen konnte auch Jörg Skrzippek, Präsident der Rotarier, die die Aktion finanziell unterstützt hatten, diese Sache ganz und gar nicht. · jd

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