Arbeit des Schulsanitätsdienstes gestern in Kooperationsvereinbarung mit den Maltesern vertraglich geregelt

„Jugend an Verantwortung heranführen“

Vertraglich bis ins Detail geregelt sind nun die Aufgaben des Schulsanitätsdienstes, der sich bereits seit rund fünf Jahren an der Haupt- und Realschule Harpstedt unter der Leitung von Erste-Hilfe-Ausbilder Christian Brandt (links stehend) engagiert. Eine Kooperationsvereinbarung unterzeichneten gestern der kommissarische MHD-Ortsbeauftragte Michael Rehberg (links sitzend) und Rektor Wolfgang Bleyer (rechts sitzend).

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Sie dürfen bei Unfällen an der Haupt- und Realschule Harpstedt Erste Hilfe leisten und in schulischen Veranstaltungen Sanitätsdienst übernehmen. Auch die Benachrichtigung des Rettungsdienstes nach Stürzen, Vergiftungen, Verbrennungen oder plötzlichen Erkrankungen sowie das Auffüllen von Verbandskästen fallen in ihr Aufgabengebiet.

Die Rede ist von aktuell 16 Jugendlichen, die sich jeden Mittwoch um 13 Uhr unter der Leitung von Christian Brandt treffen. Sie bilden den Schulsanitätsdienst, und dessen Engagement steht wiederum seit gestern auf der Basis einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Haupt- und Realschule und dem Malteser Hilfsdienst (MHD) Harpstedt.

Inhaltlich enthält der von Rektor Wolfgang Bleyer und dem kommissarischen MHD-Ortsbeauftragten Michael Rehberg unterzeichnete Vertrag nichts Neues. Er regelt Dinge, die seit rund fünf Jahren praktiziert werden – so lange nämlich arbeitet der Schulsanitätsdienst bereits. Mitwirken darin dürfen alle interessierten Jugendlichen ab Jahrgangsstufe sieben. Christian Brandt vermittelt ihnen in den Treffen die nötigen Kenntnisse, die sie – bis hin zum großen Erste-Hilfe-Schein – benötigen. „Ich stehe auf beiden kooperierenden Seiten“, sagt der Lehrer, der zugleich bei den Maltesern ausbildet.

Mit wirklich ernsten Notfällen haben es die Schulsanitäter bislang nicht zu tun bekommen. Prellungen, kleinere Kopfverletzungen und andere Wehwehchen aber kämen vor, erzählt Alexander Schmidt (14). Marisa Leiner (16) erinnert sich besonders gern an die Mitwirkung der Schulsanitäter in einem Wettbewerb in Bremen zurück: Die Harpstedter hatten dabei einen hervorragenden zehnten Platz unter hundert teilnehmenden Schulen belegt. In Lohne waren sie indes schon als „Schauspieler“ gefordert: Dort simulierten sie Verletzte bei einer Großübung mit Busunfall-Szenario. Dem Schulsanitätsdienst hätten sich einige Schüler angeschlossen, die bereits in der Jugendfeuerwehr gewesen seien, weiß Jannik Stiller (12). Er selbst gehört auch dazu.

Die Malteser wiederum profitieren von der Kooperation bei der Rekrutierung eigenen „Nachwuchses“: So gehören mehrere Schulsanitäter mittlerweile der neu aufgebauten MHD-Jugendgruppe an.

Die jetzt unterzeichnete Kooperationsvereinbarung beruht auf einem aus dem Internet heruntergeladenen Vertragsentwurf. Sie sichere den Fortbestand des Schulsanitätsdienstes, und zwar unabhängig von etwaigen personellen Wechseln auf Seiten der Kooperationspartner, unterstreicht Christian Brandt. Er selbst hatte sich darum bemüht, Jugendliche für die gute Sache zu gewinnen.

Wolfgang Bleyer betont, die Schule sei stolz darauf, den Sanitätsdienst zu haben. Der sei ein gutes Beispiel für ein sinnvolles Heranführen der Jugend an Verantwortung. Den Maltesern dankte der Rektor für die Unterstützung. Michael Rehberg verriet, die Grundschule habe ebenfalls Interesse an einer Kooperation mit dem MHD bekundet.

Die Schulsanitäter sind generell bereit, auch auf nicht schulischen Veranstaltungen Sanitätsdienst zu übernehmen. Sie können dafür „gebucht“ werden. Christian Brandt hofft indes darauf, Sponsoren zu gewinnen, um weitere Sani-Westen für die Jugendlichen anschaffen zu können. Wer finanzielle Unterstützung leisten will, kann sich um Schulsekretariat (Tel.: 04244/650) melden.

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