Ein etwas anderes Krippenspiel, jedoch mit derselben Weihnachtsbotschaft

Jesus ein Mädchen – und die Heiligen Drei Könige haben sich verlaufen?

Markus Häger und Thomas Schlegel (von links).
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Markus Häger und Thomas Schlegel (von links).

Dötlingen - Irgendwie war dieses Krippenspiel nicht wie jedes andere. Die Zuschauer in der St.-Firminus-Kirche staunten am Montag nicht schlecht, als es plötzlich hieß: Das Kind in der Krippe – es ist ein Mädchen! Was war geschehen? War den Akteuren auf der Bühne ein Fehler unterlaufen? – Keineswegs.

Wochenlang hatten die angehenden Dötlinger Konfirmanden das Stück vorbereitet. Der uralten Geschichte wollten die Mädchen und Jungen eine neue, eigene Note verleihen.

„Während der Proben gab es zahlreiche Ideen, wie sich die Handlung etwas verändern und so interessanter gestalten ließe“, verriet Pastorin Claudia Hurka-Pülsch schon vor dem Gottesdienst.

Und so steuerte das Krippenspiel am Montag direkt auf einen geplanten Fauxpas hin. Zwar sahen die Zuschauer eine Maria und einen Josef, jedoch nicht die Eltern des Christuskindes.

Genau wie das Publikum, ließen sich auch die Hirten und die Heiligen Drei Könige auf die falsche Fährte locken. Als sie ihren Irrtum bemerkten, sahen sie in einiger Entfernung den „richtigen“ Stall mit einem hellen Stern darüber. Allerdings waren da die Beine schon schwer und die Entfernung auch zu groß.

So verpassten die Könige und Hirten die Geburt Jesu – und dennoch waren sie mit dabei. Zwar etwas weiter entfernt, aber das Licht und die frohe Botschaft und die eigentliche Bedeutung dieser Geburt erfuhren sie trotzdem in ihrer ganzen Herrlichkeit. „Gott ist überall“, erklärte Pastorin Hurka-Pülsch. Der Inhalt der Geschichte bliebe deshalb immer derselbe.

Was sich ändere, sei lediglich der Blickwinkel auf die Ereignisse. Ob nun als Hirte direkt an der Krippe oder rund 2 000 Jahre später als Zuschauer bei einem Krippenspiel: Anlass zur Freude und Feier sei an Weihnachten immer die Menschwerdung von Gottes Sohn.

Die Dötlinger Gemeinde verfolgte das etwa 40-minütige Krippenspiel sehr aufmerksam. Zwischendurch wurde die Geschichte immer wieder durch traditionelle Weihnachtslieder aufgelockert. Der Kinderchor der Grundschule Neerstedt sang dabei stets die erste Strophe alleine; zur zweiten Strophe stimmte dann die Gemeinde mit ein. · js

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