Marga Bach nahm alle auf‘s Korn

„Janz weit kieken kannste da“

Marga Bach sorgte wieder einmal für viel Wirbel in Dötlingen.

Dötlingen - Von Josephine Pabst„Habta ma so’m Mann in de Oogen gekiekt? Da kannste weit kieken, janz weit kieken kannste da… Und siehst immer noch keene eenzije Jehirnzelle…“ Während die anwesenden Männer am Sonnabend im Schützenhof „Unter den Linden“ auf ihren Stühlen etwas unruhig hin- und herrutschten, holte die Kabarettistin Marga Bach richtig aus.

„Bei Männern sind meene Idealmaße ja so 93-10-240. Nee, nicht dat, was ihr jetzt denkt! 93 Jahre alt, zehn Milliönchen auf’m Konto und 240 Puls. So eenen kannste dir dann ma richtig zur Brust nehmen!“ Vor der singenden und voller Lebensfreude spielenden Berlinerin mit den „annähernden Idealmaßen“ war auch bei ihrem mittlerweile vierten Besuch in Dötlingen niemand sicher. Voller Enthusiasmus nahm sie sowohl Prominente als auch Politiker und Dialektsprecher aufs Korn. „Also ich find’ ja, dass Promis mit Silikon in de Lippen aussehen, als hätt’n se Saugnäpfe im Jesicht. Fast so wie Roland Koch…“

Frei nach der Devise „Ein Blatt vor dem Mund hindert nur daran, die Wahrheit auszusprechen“ waren Zuschauer, speziell Männer, aber auch Marga Bach selbst vor ihrem Humor nicht sicher. „Als Gott Schönheit verteilt hat, war ick gerade krank. Aber uff meene Idealmaße müsst ihr erst ma komm’n: 120-90-120! Da steckt janz viel Arbeit hinter!“ Immer wieder würzte sie ihre fast ausverkaufte Show mit Liedern, bei denen die Kabarettistin bekannte Melodien mit ihren eigenen spritzigen und witzigen Texten versah. Bereits nach der ersten Strophe war das Publikum zum Mitsingen aufgefordert: „Ja jibts denn dat? Ick hör nix! Dat is’ mit de Norddeutschen immer so ’ne Sache. Das dauert… und dauert…“ Die eindeutigen Aufforderungen fruchteten schnell. Wenige Augenblicke später sangen die rund 60 Besucher laut und voller Inbrunst „Ein bisschen Sado, ein bisschen Maso, ja so was wünsch ich mir!“.

Am Ende des Abends nahmen die Zuschauer – abgesehen von mehr oder weniger sinnvollen Lebensweisheiten – eine Erkenntnis mit nach Hause: Wer sich selbst nicht ganz so ernst nimmt, geht vielleicht etwas leichter durch seinen Alltag.

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