Deutscher Mühlentag: Viele Bauwerke im Oldenburger Land am Pfingstmontag zu besuchen

Bis ins 13. Jahrhundert reisen

Auch an der Wassermühle in Delmenhorst-Hasbergen wird buntes Programm geboten.

Oldenburg - OLDENBURGER LAND (cs) · Nur wenige Wind- und Wassermühlen werden heute noch genutzt, um Korn zu mahlen. Der ursprüngliche Zweck aber ist in den historischen Gebäuden oft noch zu erkennen. Einen Einblick in die wirtschaftliche und technische Entwicklung geben die Bauwerke genau so wie in persönliche Geschichten der vielen Menschen, die untrennbar mit den Mühlen verbunden sind. Auf Spurensuche zu gehen, dazu sind Interessierte während des 17. Deutschen Mühlentags am Pfingstmontag, 24. Mai, im Oldenburger Land eingeladen.

Die drei großen Windmühlen stehen am Wochenende im Cloppenburger Museumsdorf im Vordergrund: Sowohl am Pfingstsonntag als auch am -montag steht bei der Kappenwindmühle von 1764 aus Bokel bei Cappeln die Wartung des Mahlgangs mit der Kontrolle der Lager und Schärfung der Mühlsteine auf dem Programm. Auch die anderen beiden Windmühlen, die Bockwindmühle aus Essern von 1638 und die Kokermühle aus Edewecht von 1879, werden von Windmüllern betreut. Hans Jacobs, gelernter Windmüller, und Wim van Schie, der eine Ausbildung zum Freiwilligen Müller gemacht hat, beantworten an diesen Tagen Besucherfragen. Die Vorführungen sind jeweils von 10.30 bis 16 Uhr.

Wer schon einmal im Landkreis Cloppenburg unterwegs ist, kann weiter nach Barßel fahren: Hier wird am Pfingstmontag von 10 bis 18 Uhr ein Mühlenfest rund um den dreistöckigen Galerieholländer von 1854 gefeiert. Ebenfalls einen dreistöckigen Galerieholländer gibt es auch in Scharrel (Saterland) zu bewundern. Zwei der drei Mahlgänge der 1870 gebauten Mühle sind noch in Betrieb.

Noch weiter in der Geschichte zurück geht es in Friesoythe – hier öffnet die bereits 1227 gebaute Wassermühle ihre Türen. Allerdings stammen nur noch Fundamente und Grundmauern aus dem 13. Jahrhundert, denn oberirdisch wurde die Mühle 1945 zerstört und später neu aufgebaut. Seit 2004 sind wieder ein historisches Wasserrad und eine Wasserkraftschnecke zur Energieerzeugung in Betrieb. Das Informationszentrum „Regenerative Energien“ ist hier seit 2005 beheimatet und stellt sich ebenfalls vor.

Beteiligen wird sich auch die Dorfgemeinschaft Hasbergen mit ihrer Museums-Wassermühle in Delmenhorst-Hasbergen. Auch die Wassermühle Heinefelde – gelegen am Hageler Bach zwischen Großenkneten und Wildeshausen – ist beim Mühlentag dabei. Rund um das 1487 erstmals urkundlich erwähnte und unter Denkmalschutz stehende Bauwerk gibt es stündliche Führungen, Kaffee, Kuchen und Gegrilltes.

Etwas weiter ist der Weg zur Wassermühle Höltermann in Damme – der kann sich aber lohnen, gibt es hier doch einen funktionsfähigen Mahlgang mit seltenem Oberantrieb und die Ausstellung „Dammer Mühlengeschichte“ zu bewundern. Ein weitgehend im originalen Erbauungszustand erhaltener und betriebsfähiger Galerieholländer ist in Dinklage-Schwege zu besichtigen.

Infos zu allen Teilnehmern im Internet unter http://www.muehlen-dgm-ev.de.

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