Tennisclub Altona feiert 60-jähriges Bestehen / Gründungsmitglied Hans Spille besucht Jubiläumsfeier / 200 Mitglieder

60 Jahre TCA: Ein kleiner Rückblick

Ein Jugendturnier aus vergangenen Zeiten – hier eine Gruppe, die 1988 spielte. Fotos (2): privat

Doetlingen - ALTONA (jp) · In 60 Jahren kann eine ganze Menge passieren: Höhen und Tiefen, Fort- und Rückschritte, Lustiges und Trauriges. Wenn sechs Jahrzehnte schon etliche Spuren bei einem einzelnen Menschen hinterlassen, wie muss es dann erst für einen ganzen Verein sein, bei dem viele verschiedene Personen im Laufe der Zeit mitgewirkt haben? Der Tennis-Club Altona (TCA) steht heute vor einem solchen Jubiläum – Anlass genug, einen Blick zurückzuwerfen.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war der „weiße Sport“ größtenteils der „besseren“ Gesellschaft vorbehalten, so dass die meisten Tennisplätze in Wildeshausen und umzu in Privatbesitz waren. Einer der wenigen Sportplätze befand sich gegenüber vom Hotel „Gut Altona“, der in erster Linie Gästen vorbehalten war – und den Grundstein des heutigen TCA darstellte. Dabei stellte die Unterstützung der Eigentümer, Familie Ahrmann, eine wichtige Voraussetzung für das Projekt dar.

1950 setzte eine damals noch kleine Gruppe Tennisbegeisterter den Grundstein für den heutigen Club. Zum ersten Vorsitzenden in der Geschichte des Vereins wurde Berthold Steenken gewählt. Mit ihm gemeinsam legte Hans Spille den Grundstein – er ist das letzte noch lebende Gründungsmitglied und wird während der heutigen Feier anwesend sein. „Darüber freuen wir uns besonders“, meinte Uta Waldmann-Jacobi.

Nach der Fertigstellung des ersten Platzes 1950 erlebte der Verein einen stetigen Zuwachs – ob in Form von weiteren Plätzen oder neuen Mitgliedern. Waren es kurz nach der Gründung noch 42 Tennisbegeisterte, freut sich der Verein heute über rund 200 Mitglieder.

Doch die frühe Expansion bereitete auch Schwierigkeiten: Die Finanzierung eines zweiten Platzes gestaltete sich für den TCA über Jahre hinweg schwierig.

Einige Jahre später beerbte ein neuer Vorstand seine Vorgänger. Zugleich kam auch eine neue Spielordnung, die unter anderem weiße Kleidung vorschrieb.

In den Folgejahren bereiteten finanziellen Schwierigkeiten dem Verein weiter Sorgen. Hinzu kam, dass die Mitgliederzahl bis 1959 auf einen historischen Tiefstand von 30 Personen fiel. 1960 gab es wieder positive Nachrichten: Anna Ahrmann unterstütze den Bau eines neuen Clubhauses mit 6 000 Mark. Drei Jahre dauerte es, bis der Bau begann: Zu diesem Zeitpunkt freute sich der Verein über einen neuen „Schwung“ Mitglieder.

In den Folgejahren erlebte der TCA einen sportlichen Höhepunkt: Einige Spieler konnten sich sogar bis hin zur Landesebene behaupten.

1979 wurde die Tennishalle am Krandel gebaut. Einige Bestrebungen forderten den Umzug des TCAs nach Wildeshausen, fanden aber keine Mehrheit. 1982 wurde das neue Clubhaus fertiggestellt: Die Baukosten betrugen stolze 215 000 Euro.

Vier Jahre später konnte der Verein bereits auf sieben Spielplätze blicken. Der Sport erlebte mit Boris Becker und Steffi Graf auch in Wildeshausen einen Boom, der dem Verein zahlreiche neue Mitglieder bescherte.

Davon profitierte ebenfalls die Jugendarbeit: Zehn Jugendmannschaften konnte der Verein für die den Punktspielen anmelden.

1993 erreichte der Verein mit 386 Mitgliedern einen neuen Höchststand. Zwei Jahre später war allerdings ein Rückgang des Booms zu beklagen, so dass über eine Fusion mit dem inzwischen insolventen Wildeshauser Tennis-Club (WTC) nachgedacht wurde, die aufgrund fehlender Mehrheit allerdings scheiterte.

Nach dieser langen Zeitspanne möchte der Tennis-Club nun das 60-jährige Bestehen heute gebührend feiern: Ab 14 Uhr steht ein Spaß-Turnier für Alt und Jung auf dem Programm. Für die Verpflegung ist gesorgt: Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen. Ab 19.30 Uhr können sich Gäste an einem großen Büfett stärken, im Anschluss kann zu flotter Musik getanzt werden. Der Verein freut sich auf eine tolle Feier.

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