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Investor für Industriegebiet Wildeshausen-West springt ab

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Von: Ove Bornholt

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Umstritten: Für das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West müssten mindestens rund 25 Hektar Wald weichen.
Umstritten: Für das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West müssten mindestens rund 25 Hektar Wald weichen. © Hansemann

Zum zweiten Mal ist der Investor für das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West abgesprungen. Die Zukunft des Projekts ist unklar.

Wildeshausen – Schwerer Schlag für das geplante Industriegebiet Wildeshausen-West: Der Investor, die Nanz-Gruppe aus Stuttgart, hat Abstand von der Entwicklung des Gebiets genommen. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Die Verwaltung hatte die Politik am Donnerstagabend nichtöffentlich darüber informiert. Die Nanz-Gruppe sei aber allerdings weiterhin sehr interessiert an der Entwicklung eines Autohofes.

„Mit der Entscheidung haben wir nunmehr Klarheit. Wir müssen, was Wildeshausen-West betrifft, die Karten nun neu mischen, um dort mit neuen Ansätzen alternative Lösungen für das Gebiet zu entwickeln“, so Bürgermeister Jens Kuraschinski.

„Diesbezüglich werden wir jetzt kurzfristig in weitere Gespräche eintreten, mit dem Ziel, möglichst zügig einen gemeinsamen Weg mit den Eigentümern für das Gebiet auszuloten. Über den Ausgang und etwaige neue Ansätze werden wir zeitnah berichten, beziehungsweise eine Beratung in den Gremien veranlassen“, so Baudezernent Manfred Meyer.

„Ziel der Gespräche sollte ebenfalls sein, eine finanziell darstellbare Entwicklung des Gebietes zu realisieren, damit wir in absehbarer Zeit insbesondere aussiedlungswilligen Wildeshauser Betrieben autobahnnah eine Entwicklungsperspektive aufzeigen können“, so Kuraschinski abschließend.

Derzeit ist also offen, wie es mit dem Projekt weitergeht. Umweltschutzverbände, einige Parteien und Anlieger wehren sich seit Jahren gegen das Vorhaben, für das mindestens rund 25 Hektar Wald weichen müssten. Und es ist nicht das erste Mal, dass der Investor abspringt: Im Oktober 2019 hatte Entwickler Harro Taube Insolvenz angemeldet. Im Februar 2020 war die Nanz-Gruppe auf den Plan getreten. Allerdings wurde das Projekt dort offenbar schon länger nicht mit Nachdruck verfolgt.

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