Ortsfeuerwehr und DRK wollen bisherigen Komplex nutzen

Interessenten für FTZ stehen bereit

Ganderkesee - (ck) · Die Raumnot begleitete die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion gestern fast während ihres kompletten Rundgangs durch die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Ganderkesee.

Ob in der für modernere Einsatzfahrzeuge zu niedrigen Werkstatt von 1967, auf dem Ausbildungs-Außengelände oder in den Schulungsräumen – es geht eng zu, wie FTZ-Leiter Gerd Wiechmann verdeutlichte. Auf der hindernisreichen Atemschutzstrecke im Keller ist dies durchaus geplant und erwünscht, in den anderen Arbeitsbereichen der insgesamt 19 FTZ-Beschäftigten aber nicht. Deshalb stellte SPD-Fraktionschef Detlef Sonnenberg nach der Besichtigung mit Landrat Frank Eger, Ordnungsamtsleiter Hans Rüger und Rechtsdezernent Christian Wolf klar: „Wir werden uns für einen Neubau der FTZ einsetzen. Aber es muss sich rechnen.“

Darum deute laut Eger vieles darauf hin, dass ein derartiger Komplex ebenfalls in Ganderkesee stehen könnte: „Wir hätten die Möglichkeit, in dieser Gemeinde ein deutlich günstigeres Grundstück zu bekommen als in anderen Kommunen.“ Zweitens verdeutlichte er, dass in dieser Werkstatt nicht nur alle Fahrzeuge der Ortsfeuerwehren auf Kreisgebiet gewartet werden, sondern auch weitere aus „benachbarten Verbänden im Radius von zehn Kilometern“. Also sei Ganderkesee ein zentraler Standort. Drittens liebäugelt das

nGanderkesee auch

nFavorit für Neubau

Rote Kreuz nach einem Auszug der FTZ dort mit der Übernahme einiger Garagen- und Hallenplätze sowie dem Einzug seiner Rettungswache aus Bookhorn in den Kern Ganderkesees. Die übrigen Kapazitäten könnte die benachbarte Ortsfeuerwehr bestens für ihre 87 Aktiven, 80 Jugendlichen und den Spielmannszug gebrauchen, wie Ortsbrandmeister Rolf Meyer verdeutlichte. „Solch einen Dreiklang mit gegenseitiger „Win-Win-Situation bekommen wir nicht wieder“, ahnte Eger.

Das sahen DRK-Kreisvorsitzender Gerold Sprung und Kreisgeschäftsführer Jürgen Vosteen genauso: „Jeder, der sich mit unserer Wache in Bookhorn befasst hat, weiß, dass es so nicht weiter geht.“ Und diese Alternative erlaube zudem, zwei Standorte für Fahrzeuge und Material zusammenzufassen.

Nun wäre die Gemeinde am Zug. Die Kreisverwaltung würde sich freuen, wenn sie die FTZ – vielleicht sogar samt ihrer beiden Nebengebäude – dem Landkreis abkauft. Eger unterstrich jedoch: „Wir müssen überhaupt nichts verkaufen.“

Allerdings räumte er ein, dass „uns die ersten Kostenschätzungen für einen Neubau doch negativ überrascht haben“. Doch in Aurich zeige die zweckmäßig errichtete FTZ-Variante, dass es genauso gut günstiger funktioniere. Ehe sich am 18. März der Bau-, Straßen und Brandschutzausschuss mit dem Thema befasst und der Kreistag am 20. April über einen Bau entscheiden soll, steht dort noch eine Besichtigung an.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Völkermord-Klage: Suu Kyi verteidigt Militärs von Myanmar

Völkermord-Klage: Suu Kyi verteidigt Militärs von Myanmar

White Island: Sorge vor Ausbruch verzögert Opferbergung

White Island: Sorge vor Ausbruch verzögert Opferbergung

Mallorca will Schrauben gegen Sauftourismus anziehen

Mallorca will Schrauben gegen Sauftourismus anziehen

Mythen ums Schenken im Realitäts-Check

Mythen ums Schenken im Realitäts-Check

Meistgelesene Artikel

Heimatverbunden, knackig, neugierig: Junge Landfrauen und wie sie ticken

Heimatverbunden, knackig, neugierig: Junge Landfrauen und wie sie ticken

Aldi-Neubau mit Feuerwehrsirene auf dem Dach

Aldi-Neubau mit Feuerwehrsirene auf dem Dach

62-Jähriger muss sich Vorwurf des Mordversuchs stellen

62-Jähriger muss sich Vorwurf des Mordversuchs stellen

Bauschutt unter dem Parkplatz

Bauschutt unter dem Parkplatz

Kommentare