Jugend-, Sport- und Sozialausschuss spricht sich für Fortführung von „Treffpunkt“-Angeboten und Betreuung aus

„Integrationsarbeit weiter fördern“

Vor wenigen Wochen besuchte die CDU-Fraktion den „Treffpunkt Mittendrin“ in Wildeshausen. Archivfoto: Dejo

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Im „Treffpunkt Mittendrin“ und bei der Nachschulischen Betreuung mit zwei Gruppen in der Wallschule und einer Gruppe in der St.-Peter-Schule sowie Holbeinschule wird hervorragende Arbeit geleistet. Darin waren sich gestern die Mitglieder des Jugend- Sport- und Sozialausschusses einig. Sie votierten einstimmig dafür, die Arbeit fortzuführen und die erforderlichen Mittel bereit zu stellen. Das allerdings bedeutet für die Stadt Wildeshausen, einen dicken Brocken zu schlucken.

Die Gemeinwesenarbeit im „Treffpunkt Mittendrin“ wird noch im Rahmen des Niedersächsischen Förderprogramms „Familie mit Zukunft – Kinder bilden und betreuen“ gefördert. Dieses Programm läuft am 31. Dezember 2011 aus, für Wildeshausen ist eine Förderung bis zum 31. Juli 2011 bewilligt. Projektstandort ist jeweils eine Wohnung an der Hermann-Ehlers-Straße und an der Ringstraße.

Im Rahmen des Projektes werden an den Vormittagen Kleinkinder betreut, dazu kommen die Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote an den Nachmittagen. „Die Mitarbeiter sind schon jetzt am Limit tätig“, erklärte Fachbereichsleiterin Rita Manietta gestern Abend. Die räumlichen und personellen Ressourcen seien knapp, die Arbeit schwierig.

Das Projektvolumen beläuft sich zurzeit auf 76 000 Euro im Jahr. Der Eigenanteil der Stadt beträgt 52 700 Euro. Zudem trägt die Stadt einen großen Teil der Mietkosten.

Bislang konnten keine Fördermittel für eine Anschlussfinanzierung gewonnen werden. Das bedeutet, dass die Stadt im Falle einer Fortführung des Projektes auch die Kosten übernehmen müsste, die jetzt noch als Fördergelder fließen.

Bei dem Projekt Nachschulische Betreuung gibt es eine ähnliche Ausgangslage. Das Volumen beträgt 83 500 Euro. Für den Förderzeitraum 2009/2010 wurde eine Förderung von 40 450 Euro bewilligt. Der Landkreis Oldenburg hat bereits signalisiert, dass eine Erhöhung der Förderung voraussichtlich nicht in Betracht kommt. Wenn keine Fördermittel mehr zur Verfügung stehen, müsste die Stadt Wildeshausen unter Berücksichtigung des Verpflegungsgeldes einen Eigenanteil von 75 000 Euro im Jahr leisten.

Bei beiden Projekten signalisierte der Ausschuss gestern Abend, dass die Arbeit fortgeführt werden muss. Abschließend müssen sich jedoch der Haushalts- und Entwicklungsausschuss sowie der Rat damit befassen, ob das Geld zur Verfügung gestellt wird.

Dass Wildeshausen mit der Integrationsarbeit gut aufgestellt ist, bestätigte auch die Integrationsbeauftragte des Landkreises Oldenburg, Dorothea Debbeler. Sie verwies auf den extremen Anstieg der Zuzugszahlen von irakischen Kurden in den Landkreis. Hier kamen seit dem 1. Januar 2009 über 300 Personen an, in Wildeshausen wurden alleine im vergangenen Jahr 60 neue Kinder registriert, die kein Deutsch sprechen und zum Teil noch nie eine Schule besucht haben. „Ich bin erstaunt, wie schnell hier reagiert wurde“, sagte Debbeler. Allerdings sah sie auch die Probleme der Finanzierung von Hilfestellungen. Letztendlich, so ihre Einschätzung, müsse auch der Landkreis Geld locker machen.

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