Kreishaus-Anbau keine „Kopie“ des bisherigen Komplexes / 70 Büros und kombinierbare Sozialräume

Innen heller als im „Haupthaus“

Auf dieser noch freien Fläche neben dem Kreishaus soll der Erweiterungsbau entstehen.

Landkreis - (ck) · Nein – nur eine Kopie des bisherigen Kreishauses entsteht durch den neuen Flügel des Verwaltungsgebäudes nicht. „Jeder soll ruhig sehen, dass es sich bei dieser Erweiterung um einen modernen Bau handelt“, berichtete Landrat Frank Eger aus der jüngsten Sitzung des eigens für dieses Vorhaben gegründeten Arbeitskreises. Voraussichtlich am 15. Dezember befassen sich die Mitglieder des Bauausschusses mit den bisherigen Empfehlungen dieses Gremiums. Gleich danach stellt die Verwaltung im „eigenen“ Bauordnungsamt den Bauantrag.

Unter anderem sprachen die Arbeitsgruppen-Mitglieder aus allen Fraktionen und der Verwaltung über die voraussichtlichen Maße und die Position des Baukörpers. „Die Grundgröße soll 70 Büros und der Kinderkrippe Platz bieten“, erläuterte Eger. Die Ausmaße dieser Kinderbetreuung richten sich nach

nLandesförderung

nfür Kinderkrippe

den Vorgaben des Jugendamts, „denn weil wir wie für jede Krippe auch hier die Landesförderung bekommen wollen, müssen wir auch die Vorgaben einhalten“.

Der Anbau soll nicht bündig mit dem bisherigen Komplex abschließen, sondern etwas vorgezogen in Richtung Gesundheitsamt entstehen. Daraus ergäben sich laut Eger zwei Vorteile: „Wir kämen dann mit einer statt zwei Treppen zum Obergeschoss aus, und im hinteren Bereich stünde ein größeres Außengelände für die Krippenkinder zur Verfügung.“

Darüber hinaus empfahlen die Arbeitskreis-Aktiven, die Sozialräume so auszustatten, dass sie sich auch für ungestörte Beratungsgespräche – etwa mit den Besuchern des Jugendamts – eignen.

Der Durchgang vom Alt- zum Neubau entsteht in geschlossener Form – nicht offen als „Brücke“ wie zum Veterinäramt. Äußerlich soll die Erweiterung dem „Haupthaus“ ähneln – aber nur mit Blick auf die Klinkerfassade und ohne verspielte, abgesetzte Dächer. In den neuen Fluren finden die Mitarbeiter keine verklinkerten Wände wie nebenan. „Diese Bereiche wollen wir heller haben“, unterstrich der Verwaltungschef. Entgegen zu den bisherigen Bürobereichen entstehen die Türen zu den Zimmern nicht versetzt. Sonst koste es zu viel Platz und Geld. Auch bei den Fenstern spielt der Preis die Hauptrolle. Sie sollen vor allem funktional sein. Zudem sehen die ersten Überlegungen lichtdurchlässige Türen der Sozialräume und Wartezonen vor.

Des Weiteren ging es um die Frage, ob der Erweiterungsbau ein Flach- oder ein Spitzdach bekommen soll. Bei einer zu großen Dachneigung könnten die Fachleute dort nämlich keine Fotovoltaik-Anlage installieren.

Noch in diesem Jahr möchte Eger einen Grundsatzbeschluss zu diesen Eckpunkten haben, um den Bauantrag auf den Weg zu bringen. Und deshalb favorisiert er die Bauausschuss-Sitzung im Dezember. „Dann müssen wir auch über den finanziellen Rahmen sprechen, denn die Kosten haben sich verändert.“ Schließlich reiften die Überlegungen zum Anbau mitten während der Finanzkrise und vor dem Boom, den das Konjunkturpaket II auslöste. „Doch am Grundsatzbeschluss aller Fraktionen hat sich nichts geändert“, freut sich Eger. Sämtliche Parteien hätten eingesehen, dass neue gesetzliche Anforderungen – etwa zum Kinderschutz mit der Einführung von Familienhebammen und Beratern – zusätzliches Personal und weiteren Platz erfordern. „Und eine dezentrale Unterbringung an einem anderen Standort wäre definitiv teurer.“

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