Informativ, aktiv und attraktiv

Nicht nur Ponys, sondern auch Pferde und Rinder zeigen sich im Tierschauring von ihrer besten Seite.

Wüsting - Die massigen Fleischrinder aus Franken störten sich nicht an den Besuchermassen, die sich an ihren Käfigen vorbei schoben. Die kauende Kuh und der stattliche Bulle genossen am Wochenende während der „LandTageNord“ in Wüsting den Sommer im Norden.

Ihre weite Anreise aus dem Süden schienen sie nicht zu bereuen – ebenso wenig wie die tausenden Gäste, die nach der Eröffnung am Freitag auch am Sonnabend und gestern durch die Marktgassen schlenderten.

Das Fleckvieh in den offen Ställen gehörte dem Besamungsverein Neustadt an der Aisch. Dessen Zuchtberater Hans-Martin Seidl schätzt die „LandTageNord“ schon seit ihrer Premiere vor fünf Jahren. „Diese Schau ist sehr praxisbezogen und gleichzeitig für Privatleute interessant. Hier sehen sie alles aus nächster Nähe – von Nutztieren bis zu Robotern, die beide zur Landwirtschaft von heute dazu gehören.“

Zudem freute sich Seidl, dass neben seinem Stand auf dem Tierschauring diesmal nicht nur Pferde und Ponys sowie ihre Reiter um Preise und Pokale kämpfen, sondern nun auch die Rinderzüchter des Weser-Ems-Verbands. „Jedes Jahr gibt es hier ein bisschen mehr“, schildert Seidl. „Und wir freuen uns, mit Kollegen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Alles läuft entspannt – auch, weil die ,LandTage‘ so gut vorbereitet sind.“

Landwirtschaft zum Anfassen: ein Blick in den Stall.

Das kann Andreas Niehoff von „Reifen Günther“ nur bestätigen: „Alles hier in Wüsting ist gut organisiert.“ Sein Stand als eine von mehr als 550 Anlaufstellen auf dem 13 Hektar umfassenden Ausstellungsgelände lieferte ein Beispiel dafür, dass die Schaulustigen hier weitaus mehr sehen können als das Neueste aus der Land- und Ernährungswirtschaft. Denn hier ging's um Felgen für des Deutschen liebstes Kind – das Auto. Und wenn der passende Neuwagen fehlt, gibt's den noch bis heute während der „LandTageNord“ ebenfalls. Denn auch mehrere Autohäuser präsentieren ihre Modelle – ob nun mit konventionellem Antrieb, Autogas- oder Erdgasmotoren. Gegen die Schlepper, Maishäcksler und Mähdrescher wirken sie auf dem Freigelände aber fast winzig. Jeder Landmaschinenhänder, der etwas auf sich hält, hat hier eine „Filiale auf Zeit“ errichtet. Und weil niemand gern die Katze im Sack kauft, steht nebenan ein Parcours zum Probefahren bereit.

Altes Handwerk zieht die Blicke auf sich.

In sicherer Entfernung dazu schließt sich das Kinderland mit Strohburg, Streichelzoo, Spielgeräten und mehr an. Aber die meisten Jungen und Mädchen nutzten bereits am Freitag die Gelegenheit, auf Traktoren zu klettern oder in den Kuhstall des Gastgebers Helmut Urban zu gehen. So viel Neugier ist ganz nach dem Geschmack des Initiators: „Wir wollen zeigen, woher zum Beispiel die Milch kommt und wie man Kartoffeln erntet. Einen Rummel wollen wir hier nicht anbieten.“

Doch ganz ohne geht es in und an den Gewerbezelten dann doch nicht: Glücksrad, Verlosungen und Preisausschreiben mit satten Gewinnen, ein Überschlag-Simulator der Bundeswehr, Ponyreiten und viele Leckereien verwandeln die „LandTageNord“ schon in ein Volksfest.

Von Cord Krüger

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